"Ich freue mich, dass der Seniorenrat so aktiv ist. Man merkt schon, dass ein anderer Wind weht", begrüßte Lorenz Thum den Seniorenrat im Rathaus von Markelfingen. Der Ortsvorsteher schätzt den Rat als Sprachrohr der Senioren und seine Hinweise über dessen Belange: Für Jüngere ist vieles selbstverständlich, was für Ältere ein Hindernis sei, so Thum. Auch die Markelfinger Ortschaftsrätin, Martina Gleich, ist bei der Seniorenratssitzung anwesend: Man merke, wie gut der Seniorenrat mittlerweile vernetzt sei. Als Gemeinderätin sei sie froh, dass der Rat die Themen der Senioren aufbereite. Das Konzept der Arbeitsteilung und der Präsenz des Seniorenrates in den Rathäusern, Gremien und Ausschüssen scheint Früchte zu tragen. In Markelfingen stellte er seinen Infotag für die Sicherheit älterer Mitbürger und eine neu gestaltete Broschüre vor.

Jeden ersten Donnerstag im Monat macht der Seniorenrat eine Info-Veranstaltung im Mehrgenerationenhaus in der Tegginger Straße. Am 1. März referieren Handwerker der Initiative 60plus über Umbaumaßnahmen und wie ein Gefühl der Sicherheit in den eigenen vier Wänden gegeben werden kann. Beispielsweise durch Klingelanlagen oder der Sicherung von Fenstern. Der Leiter des Einbruchsdezernats und Kriminalhauptkommissar Andreas Kamenzien möchte über die Kriminalstatistik und Einbruchsquote aufklären, erläutert Xaver Müller: Das subjektive Empfinden von Unsicherheit sei meist größer, als es die tatsächliche Lage hergebe, so der Vorsitzende des Seniorenrats. Ebenso referiere der Kripo-Kommissar über die Polizei-Initiative zur Förderung der nachbarschaftlichen Aufmerksamkeit.

Der Rat präsentierte seine neue 24-seitigen Broschüre mit den Ansprechpartnern der wichtigsten karitativen Beratungsstellen für Senioren, Selbsthilfegruppen und Wohnberatung sowie mit 46 für Senioren ausgerichteten Freizeitangeboten. Die Broschüre enthält die Ansprechpartner der größten Sozialdienste und nennt 35 Möglichkeiten für Senioren, sich sportlich und gesundheitlich fit zu halten.