Das Friedrich-Hecker-Gymnasium hat ein mitreißendes, überzeugendes Sommerkonzert präsentiert. Allerdings ist der Singular nicht ganz zutreffend, denn in der Aula der Schule werden aus Platzgründen zwei Konzerte für je 400 Besucher gespielt.

Die stolze Anzahl von 220 Schülern wirkt an den Konzerten mit: Im Unter-, Mittel- und Oberstufenchor, in der FHG-Band und im Orchester. Zum ersten Mal traten zwei Ensembles auf, die ganz in Schülerhand liegen: Das Gesangensemble und das Gitarrenensemble.

Richtig zur Sache ging es mit „Ghostbusters“. Der Unterstufenchor und die FHG-Band sorgten für Stimmung in der Aula des Gymnasiums. Bild: Natalie Reiser
Richtig zur Sache ging es mit „Ghostbusters“. Der Unterstufenchor und die FHG-Band sorgten für Stimmung in der Aula des Gymnasiums. Bild: Natalie Reiser

Das Konzert stand unter dem Motto „Hakuna Matata“. Das ist ein Spruch aus der afrikanischen Sprache Swahili und bedeutet „Keine Probleme oder keine Sorgen“. Trotz des hohen Organisationsaufwands aufgrund der großen Anzahl an Mitwirkenden gab es tatsächlich keine Probleme, wie Schulleiterin Ulrike Heller es allen Musikern bei der Begrüßung wünschte. „Hakuna Matata“, ein Lied aus dem Film „König der Löwen“, deutete an, dass das Programm ganz im Zeichen von Filmmusik stand.

Behutsam, dabei aber voluminös

Der Unterstufenchor machte mit „You‘ve got a friend in me“ behutsam, doch mit 96 Sängern durchaus mit voluminösem Klang den Anfang. Bei „I‘m still standing“ von Elton John drehten die Gitarristen und Schlagzeuger der FHG-Band, die vom Musiklehrer Phillip Fischer geleitet wird, richtig auf.

Das abschließende Stück „Ghostbusters“ präsentierte der Unterstufenchor mit voller Emphase, angesteckt von der begeistert dirigierenden Leiterin und Musiklehrerin Anne Heydt, und erhielt für das temperamentvolle Stück langen Applaus.

Kiara Hinder und Hannah Wiepen überzeugen als Sängerinnen

Einen der Höhepunkte setzten Kiara Hinder und Hannah Wiepen, die im Duett mit viel Gefühl und sicher in den schwierigen Passagen „Beauty and the Beast“ sangen. Später überzeugten beide Schülerinnen auch als Dirigentinnen. Nach dem gemeisterten, langen „Broadway Musical Medley“ nahm Kiara Hinder strahlend und sichtlich erleichtert einen Blumenstrauß auf der Bühne entgegen.

Der Unterstufenchor ist mittlerweile so groß, dass nicht mehr alle Sänger auf der Bühne Platz finden. Die jungen Sänger begeisterten die 400 Zuhörer beim Sommerkonzert im FHG mit Filmmusik. Bild: Natalie Reiser
Der Unterstufenchor ist mittlerweile so groß, dass nicht mehr alle Sänger auf der Bühne Platz finden. Die jungen Sänger begeisterten die 400 Zuhörer beim Sommerkonzert im FHG mit Filmmusik. Bild: Natalie Reiser

Auch Dominik Graumann dirigierte bravourös: das anspruchsvolle Stück „Time“. Humorvoll und locker spielte das Gitarrentrio das Stück „Cantina Band“ aus Star Wars, das wie die perfekte Untermalung eines Stummfilms wirkte. Viel Erfolg beim Publikum hatte das vom Gitarrenensemble rockig-röhrend vorgetragene „Life is a Highway“, an dem die jungen Musiker viel Spaß hatten.

Das Orchester mag es dramatisch und wuchtig

Sich zurücklehnen und genießen war bei den mehrstimmigen Liedern angesagt, die der Mittel- und Oberstufenchor unter Leitung von Katharina Pfütz sang, wobei die Jungen den zahlenmäßig überlegenen Mädchen einen interessanten, tiefen Gegenpart boten.

Dramatisch und wuchtig stieg das Orchester in „Star Wars – The Force Awakens“ ein, bevor aus zarten Passagen gefährliche Momente zu erklingen schienen. Und schließlich beendete Anne Heydt, ganz in ihrem Element, das Konzert mit „Holding out for a Hero“ in schnellem Tempo, bei dem die Trompeter und Schlagzeuger brillierten.