"Die Idee der ersten Mettnauwelle geht auf die Vogalonga in Venedig zurück", erzählt der Vorsitzende Norbert Findeisen. Alle zwei Jahre nimmt der vor elf Jahren gegründete Ruderverein Seemalrhein, dessen Mitglieder sich dem Wanderrudern verschrieben haben, an dieser riesigen Ruderveranstaltung am Pfingstsonntag in der Lagunenstadt teil und sorgt unter 2000 Booten mit seinem schönen finnischen Kirchboot "Karisma" für Aufmerksamkeit.

"Es ist unsere erste Regatta überhaupt, die wir ausrichten, und – soweit ich weiß – ist sie die erste am See in dieser Form mit so vielen verschiedenen muskelkraftbetriebenen Booten", so Findeisen. Umso mehr freue man sich über die auf Anhieb eingegangenen Meldungen von mehr als 100 Ruderern, die in gesteuerten Vierern, Fünfern, Kanadier, Drachen und vier Kirchbooten an den Start gehen. Die Veranstaltung soll künftig jedes Jahr stattfinden. Es sind Boote aus der Schweiz, aus Speyer, aus Frankfurt und Tübingen dabei. "Solche Veranstaltungen sprechen oftmals Teilnehmer aus ganz Europa an", so die Erfahrung von Norbert Findeisen. Und mit dem Untersee biete man ein reizvolles Ruderrevier. "Viele der Teilnehmer nutzen die Woche mit dem Feiertag direkt, um Urlaub am Bodensee zu machen", berichtet er.

Um 10 Uhr geht es beim Turnerheim los

Die Mettnauwelle startet um 10 Uhr im Markelfinger Winkel am Turnerheim. Der Kurs über 36 Kilometer führt um die Mettnauspitze herum in den Zeller See, am Radolfzeller Seeufer entlang bis zum Steg des Eisenbahnersportvereins, von dort nach Moos, entlang des Höriufers um Horn herum bis nach Steckborn, dann zum Löchnerhaus auf der Insel Reichenau und zurück über das Naturfreundehaus in Markelfingen zum Turnerheim.

Die schnellsten und originellsten Boote beziehungsweise Mannschaften werden ausgezeichnet. "Wir freuen uns natürlich auf viele Zuschauer, die uns vom Ufer aus anfeuern und vielleicht Lust aufs Rudern bekommen", betont Nobert Findeisen. Bei der anschließenden Party am Turnerheim können Kontakte geknüpft werden.

Der junge Ruderverein Seemalrhein, der so heißt, weil er von Ruderern aus Radolfzell am Bodensee und aus Orten am Rheinufer gegründet wurde, bietet regelmäßig dienstags um 18 Uhr Schnupperrudern an.