Es waren Klangwellen, die unterschiedlicher kaum sein können. Von der Polka bis zum Brass reichte die Bandbreite der Blasmusik, die beim Dorfplatzfest von den verschiedenen Kapellen des Böhringer Musikvereins sowie der Musikvereine Immendingen und Mühlhausen dargeboten wurde. Die gute musikalische Mischung und die Freundschaftsbesuche der Gastkapellen mit ihren Familien, die entspannte Fest-Atmosphäre und das große Stammpublikum bescherten den Böhringer Musikern zwei Tage lang ein volles Haus. "Man spürt einfach, dass diese Veranstaltung für die meisten Kapellen der letzte Auftritt vor der großen Sommerpause ist", kommentierte Helmut Arndt, Vorsitzender des MV Böhringen, die Spielfreude der Musikanten.

Großen Respekt zollte Helmut Arndt dem eigenen Verein, der mit der Bewirtung an Hausherren- und Dorfplatzfest in acht Tagen vier Tage Arbeitseinsatz zu stemmen hatte, sich aber hochmotiviert und bei bester Laune zeigte. Auch das Engagement der jungen Erwachsenen, die sich zunehmend in die Verantwortung nehmen ließen, sei ein gutes Zeichen. Musikalisch ist ebenfalls für guten Nachwuchs gesorgt. Die Jugendkapelle unter ihrem neuen Dirigenten Florian Fritschi unterhielt mit anspruchsvollen Stücke außerhalb des üblichen Jugendrepertoires.

Dirigent Jochen Abert erlebte vier erfüllende und anstrengende Jahre

Abschied nehmen hieß es bei der Aktiven-Kapelle. Nach vier Jahren gibt Jochen Abert sein Dirigat aus beruflichen Gründen ab. Der große Erfolg des MV Böhringen bei den Wertungsspielen in Singen wird als Meilenstein für den Verein gewertet, der seit zehn Jahren erstmals wieder an einem Wettbewerb teilgenommen hat. "Wir werden sicher davon zehren – auch von den schönen gemeinsamen Konzerten", so der Vorsitzende Helmut Arndt. "Es waren vier tolle, erfüllende Jahre für mich, Ihr ward aber auch super anstrengend", resümierte Jochen Abert. Zum Abschied gab es einen fröhlichen Rollentausch, bei dem sich der scheidende Dirigent im "Bozener Bergsteigermarsch" als Trompeter und Gesangstalent bewies.