Radolfzell Radolfzeller Sternfahrt zum Jubiläum: Ein Manöver von größtem Geschick

Radolfzeller Sternfahrt mit ausverkauften Schiffen: Ein besonderes Geschenk zu 750 Jahre Radolfzell

Die Schifffahrtsbetriebe am Untersee haben der Stadt Radolfzell am Samstagabend ein besonderes Geschenk zum 750-jährigen Bestehen gemacht. Gegen 20 Uhr trafen sich vier Ausflugsschiffe in abendlicher Stimmung vor Radolfzell zu einer Sternbildung. Dabei handelte es sich um eine Premiere, die es so vielleicht in den kommenden Jahren wieder geben könnte. Das bestätigte auch Frank Gaffry von den Bodensee-Schifffahrts-Betrieben (BSB) im Gespräch mit dem SÜDKURIER: "Wir haben zahlreiche Gäste auf allen vier Schiffen, warum sollten wir so etwas nicht auch in den nächsten Jahren wieder machen. Wir sind im Gespräch mit den anderen Schifffahrtsbetrieben", sagte er. Bereits Tage vor dem Ereignis waren die Tickets für die vier Schiffe komplett vergriffen.

Premiere auf dem Zeller See: Die erste Sternfahrt von vier Schifffahrtsbetrieben auf dem Untersee fand am Samstag anlässlich des 750-Stadtjubiläums von Radolfzell statt. Bild: Gerald Jarausch
Premiere auf dem Zeller See: Die erste Sternfahrt von vier Schifffahrtsbetrieben auf dem Untersee fand am Samstag anlässlich des 750-Stadtjubiläums von Radolfzell statt. Bild: Gerald Jarausch

Auf der MS Stadt Radolfzell (vormals MS Königin Katharina) ließen sich 150 Gäste das Ereignis nicht entgehen. Allerdings hatten sie ihre Fahrscheine in der Hoffnung gekauft, bei schönem Wetter eine Ausfahrt auf dem Zeller See zu machen. Daraus wurde leider nichts. Bereits am Nachmittag hatte der Regen eingesetzt und ließ auch bis zum Ende der Veranstaltung gegen 22 Uhr nicht nach. Für die Teilnehmer wurde die Sternfahrt und die einmalige Sicht auf ein Feuerwerk, dass am Radolfzeller Ufer gezündet wurde, dennoch zu einem schönen Erlebnis. Förmlich ins Wasser fallen musste jedoch eine akrobatische Wasserski-Show des Deutsch-Schweizerische-Motorboot-Clubs, die ebenfalls eingeplant war. Die widrigen Wetterverhältnisse machten es den Kapitänen der vier teilnehmenden Schiffe nicht leicht, sich praktisch in Griffweite zueinander zu positionieren.

Wind und Wasserströmungen ließen vor allem die kleineren Schiffe abtreiben. Dennoch gelang das angestrebte Manöver, das größtes Geschick erfordert. Rund 500 Meter vor dem Radolfzeller Ufer trafen dabei das Motorschiff "Seestern" von Schifffahrt Lang aus Gaienhofen, die MS "Alet" von Schifffahrt Baumann aus Allensbach und die "MS Arenenberg" der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein AG (URh) auf die MS "Stadt Radolfzell" der Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH (BSB), die seit Beginn der Saison 2017 ihren Heimathafen in Radolfzell hat. An Bord der Schiffe sorgte Live-Musik für gute Stimmung und Unterhaltung. Auf der "MS Stadt Radolfzell" waren die Höri-Musikanten, die den musikalischen Rahmen schufen. Einen passenden Abschluss bildete ein Feuerwerk, das die Stadt Radolfzell zum Ereignis beisteuerte. "Wir müssen dem Ereignis ja den passenden Rahmen geben", erklärte Oberbürgermeister Martin Staab im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Sternfahrt

Bei einer Sternfahrt fahren mehrere Schiffe so nah aufeinander zu, dass sich die Bugspitzen fast berühren. Feierlich reichen die Schiffsmannschaften sich dann von Bug zu Bug die Hände und wünschen sich eine erfolgreiche und unfallfreie Saison. Während das Ereignis auf dem Zeller See das erste Mal stattfand, sind Sternfahrten auf dem großen Bodensee seit vielen Jahren üblich. Dort sind in der vergangenen Woche sechs Schiffe zusammen gekommen, um sich zu begrüßen. (ja)

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