Mit 916 Teilnehmern feierte der Firmenlauf gestern einen neuen Teilnehmerrekord. Dabei hätten sich die Stadtwerke Radolfzell auch ganz bescheiden mit weniger Menschen zufrieden gegeben. Anlässlich des Radolfzeller Stadtjubiläums war die Teilnehmerzahl von mindestens 750 Personen angestrebt worden. Die war schon im vergangenen Jahr mit 763 Läufern übertroffen worden. Dass es nun noch einmal deutlich mehr Teilnehmer geworden sind, wertet man bei den Stadtwerken als eine positive Wertung der Veranstaltung durch die Firmen selbst. Nach Auskunft der Presseabteilung der Stadtwerke hätte man noch mehr Läufer als die 916 Läufer zulassen können.

Wie groß der Wettstreit der Betriebe und Firmen untereinander ist, zeigt eine Auszeichnung, die jedes Mal verliehen wird. Es gilt, die größte Läuferzahl zu stellen. Traditionell haben in den vergangenen Jahren Firmen wie ZF TRW, Aptar und die Mettnau- Kur vorne gelegen. In diesem Jahr stellte Aptar mit 109 Läufern die größte Firmengruppe. Am Ende ging es darum, wie viele Runden alle Teilnehmer absolviert haben. Jede Runde wird nämlich mit einem Euro zugunsten des Tafelladens in bare Münze umgerechnet.

Den größten Kampf kämpfte aber am Freitag jeder Läufer gegen sich selbst. Bei Temperaturen über 30 Grad wurde die Strecke durch die Innenstadt zu einer echten Herausforderung. Die meisten ließen sich von den Umständen jedoch nicht einschüchtern. So lief Kur-Direktor Eckhard Scholz die anvisierten vier Runden, die das Maximum bei Firmenlauf darstellen. "Man darf bei solchen Temperaturen einfach nicht voll durchlaufen", sagte er nach dem Zieleinlauf. Thomas Nöken vom Bauamt seinerseits konstatierte, dass er die vier Runden nur hinter sich bringen konnte, weil die Läufer in der Fürstenbergstraße mit Wasser bespritzt wurden. An mehreren Stellen reichten Menschen den Läufern Wasser. Dazu hatte Moderator Michael Fleiner schon vor dem Start geraten: "Trinkt alle ausreichend Wasser", sagte er wenige Minuten vor dem Start auf dem Untertorplatz. Andere litten unter den vielen Möglichkeiten an der Wegstrecke: "Das ist echt blöd, dass man an der Strecke an drei Eisdielen vorbeikommt", stellte Joachim Kania von den Stadtwerken scherzhaft fest. Am Ende kam er zufrieden und gesund wie alle anderen 915 Läufer ins Ziel. Zumindest verzeichnete das Rote Kreuz keine nennenswerten Verletzungen. Schnellster Läufer nach vier Runden war Markus Harr in 23,47 Minuten, schnellste Frau war Alexandra Nüssle in 29,23 Minuten: angesichts der Bedingungen sehr beachtliche Zeiten.

 

Zum Lauf

Der Firmenlauf lag in der Vergangenheit in den Händen verschiedener Veranstalter. Das Milchwerk veranstaltete im Rahmen der Messe Vivactiva erstmals den Firmenlauf. In diesem Jahr traten die Stadtwerke zum vierten Mal als Organisatoren auf. Start- und Zielbereich befindet sich auf dem Untertorplatz. Der Lauftreff ist Veranstalter des Sportereignisses. Ergebnisse finden Sie hier.