Alle reden vom Klimaschutz, Radolfzell tut etwas dafür. Es bleibt nicht nur beim Lippenbekenntnis zur CO2-freien oder neutralen Produktion im neuen Gewerbegebiet Blurado bei der Kaserne, die Stadt regelt klar die Bedingungen: Es gilt das Anschlussangebot an das Nahwärmenetz und die Verpflichtung zur Installation von Fotovoltaikanlagen.

Viele Unternehmen haben im Gegensatz zu manchem Profi-Politiker die Chancen solcher Rahmenbedingungen längst erkannt, sie suchen geradezu nach Möglichkeiten, mit erneuerbaren Energien am Wertschöpfungsprozess teilzunehmen. Man mag über die Wortschöpfung "Blurado" für dieses sauber geplante Gewerbegebiet lächeln, es tritt in Zeiten der Fridays for Future-Bewegung den Nerv der Zeit. Es geht auch ohne fossile Energieträger.

OB Martin Staab hat mit seinem Anstoß zu einer sauberen Produktion in diesem neuen Gewerbegebiet die Zeichen erkannt und gesetzt. Ein Lob dafür darf an dieser Stelle sein. Wer beim Klimaschutz immer auf andere zeigt, den bestraft die Jugend. Wer Arbeitsplätze für morgen anbietet, zu dem kommt die Jugend. Das Gewerbegebiet Blurado ist zumindest ein Anfang.

http://georg.becker@suedkurier.de

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