Der Schulleiter des Berufsschulzentrums Radolfzell, Norbert Opferkuch, konnte kürzlich 32 Abiturientinnen und Abiturienten mit ihren Familien auf Hof Höfen in Langenrain zur Abiturfeier begrüßen. „Heute ist ein toller Tag für uns als Berufsschulzentrum Radolfzell, weil wir heute zum ersten Mal in der Geschichte der Schule Abiturzeugnisse im Beruflichen Gymnasium ausgeben dürfen“, so der Schulleiter zu Beginn seiner Rede. Im Rückblick auf die vergangenen drei Jahre, in denen auch das Kollegium des BSZ mit der Etablierung dieser Schularten Neuland betreten habe, seien die Schüler, das Abi-Motto aufgreifend, von „Versuchskaninchen“ zu Persönlichkeiten gereift, die nun in die Freiheit entlassen und hinaus in die Zukunft gehen.

Die Zukunft selbst in der Hand

Gerade mit den beiden von den Abi­turienten und Abiturientinnen gewählten beruflichen Profilen komme auf die jungen Menschen eine besondere Verantwortung zu. „Egal ob in Design- und Medientechnik oder in Agrarwissenschaft, der Erfolg dieser Bereiche hängt vom Einsatz intelligenter Menschen und deren Innovationskraft ab. Waren Designer bisher schon eher in der Lage, Zukunft vorherzusehen und weiterzudenken, so müsse ein neu entwickeltes Produkt im digitalen Zeitalter nicht nur schön sein, sondern müsse, gerade unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, immer auch seine Funktion erfüllen.“

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An die Abiturienten des Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums (AG) gewandt, erinnerte Opferkuch an die zukünftigen Herkulesaufgaben: Ernährungssicherheit, nachhaltige ökologische und ökonomische Landwirtschaft und Klimaschutz. „Das ist kein Dilemma, das ist mindestens ein Trilemma.“ Intelligenz allein reiche für die Lösung dieser Probleme jedoch nicht aus, vielmehr brauche die Zukunft auch glückliche Menschen. Soziale und emotionale Intelligenz, ein wertschätzender Umgang miteinander seien wesentliche Gelingensfaktoren für die Bewältigung dieser Zukunftsaufgaben, so Opferkuch abschließend.

Eltern waren gute Unterstützer

Michael Dickgießer überbrachte als Gesamtelternvertreter die Glückwünsche der Elternschaft an die Absolventen. Er erinnerte an 13 Jahre Schulzeit, in denen die Eltern ihre Kinder begleitet und so manches miterlebt und auch hin und wieder mitgelitten haben. Von den Schülervertreterinnen Tamara Wirth und Katja Schmidtke wurden die Gedanken des Elternvertreters nochmals aufgegriffen. Wirth beschrieb auf eine sehr eindrückliche Weise die wichtige Bedeutung, die die Eltern auf dem Weg zum Abitur gespielt haben. „Ihr habt uns immer unterstützt und ihr seid immer für uns dagewesen“, sagte sie. Katja Schmidtke erinnerte in ihrem Rückblick an die ersten Wochen im Berufsschulzentrum, welches zu dieser Zeit ja noch zum Teil eine Baustelle war. Das Hämmern und Bohren, welches die manchmal notleidende Motivation nicht gerade steigerte, konnte aber den erfolgreichen Abschluss nicht verhindern.

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Nach der gemeinsamen Zeugnisausgabe durch Schulleiter Norbert Opferkuch und die Klassenlehrer Christine Auer (TGG) und Klaus Westermann (AG) konnte der Abteilungsleiter für die beruflichen Gymnasien, Markus Zähringer, Preise für besondere Leistungen an die Abiturientinnen und Abi­turienten überreichen.