Seit dem 1. März ist Matthias Putzke Klima- und Umweltschutzbeauftragter der Stadt Radolfzell. Nun hat er seinen Antrittsbesuch in Liggeringen absolviert. Bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates gab der gebürtige Berliner einen Überblick über seine Tätigkeit und die Ziele der Stadt.

Dazu zählt, dass die 96 kommunalen Gebäude auf einen klimaneutralen Stand kommen. Auf der Dringlichkeitsliste rangiert die Litzelhardthalle in Liggeringen auf dem siebten Platz. Mehrere Ortschaftsräte meldeten Bedenken an, dass dringende bauliche Maßnahmen dann wohl noch auf sich warten ließen. Genaue Angaben konnte Putzke hierzu nicht machen, versicherte aber, dass für 2017 finanzielle Mittel für eine Bestandsaufnahme eingeplant seien. Des Weiteren habe die Stadt Radolfzell Elektrofahrzeuge angeschafft, unter anderem ein Nutzfahrzeug mit einer kleinen Ladefläche. Auch Privatpersonen möchte die Stadt mit einem Förderprogramm dazu bringen, beim Kauf eines Neuwagens ein Elektroauto zu erwägen. Wie hoch die Förderung ausfallen soll und wo Ladestationen stehen werden, sei noch in Planung.

Und noch ein neues Förderprogramm soll es in Zukunft geben: Hauseigentümer, die zwei Kohlendioxid-reduzierende Maßnahmen an ihren Immobilien vornehmen, werden auf Antrag bis zu zehn Prozent der Kosten dafür als Zuschuss von der Kommune erhalten, so Putzke. Die maximale Förderung liege bei 2500 Euro. Fotovoltaikanlagen seien davon allerdings ausgeschlossen, da sie bereits extra gefördert werden. Die Stadt Radolfzell wolle energiesparende Baumaßnahmen wie zum Beispiel Hausdämmungen oder den Einbau von privaten Solar- oder Geothermieanlagen unterstützen.