Bei strahlenden Fußballwetter hatten sich viele Gäste zur feierlichen Eröffnung des sanierten Rasenplatzes eingefunden. Wenn auch Uwe Seeler einmal gesagt habe, das Geheimnis des Fußballs sei der Ball, so dürfe man doch ein gutes Spielfeld als entscheidenden Erfolgsfaktor nicht unterschätzen, so Oberbürgermeister Martin Staab. "Die Investition von 240 000 Euro für die Sanierung im vergangenen Jahr hat sich gelohnt und diesen Platz mit modernem Drainsagesystem zu einer ganz besonderen Anlage gemacht", unterstreicht er.

Die neue Beregnungsanlage habe zu einem schnellen Wachstum des Rasens geführt und sichere eine leichte Instandhaltung bei niedrigen Unterhaltskosten. Gespeist werde die Anlage mit Frischwasser über eine Zisterne und eine Edelstahl-Elektro-Unterwassermotorpumpe. "Schimpfen auf den Platz gilt jetzt nicht mehr", meinte er augenzwinkernd. Er wünsche dem FC Böhringen und allen Mannschaften schöne und erfolgreiche Begegnungen auf dem neuen Spielfeld.

Rückblick auf die Geschichte des Platzes

Ortsvorsteher Bernhard Diehl dankte der Stadt für die Umsetzung der Anlage, die sich nicht zuletzt wegen Kostensteigerungen etwas verzögert habe, und dem FC Böhringen für seine Eigenleistungen. Er freute sich über die Übergabe des Platzes im 110. Jahr des FC Böhringen und warf einen Blick in die Geschichte. Ehrenbürger Professor Curtius habe 1922 die ehemalige Kiesgrube dem FC Böhringen überlassen, der daraufhin den ersten Fußballplatz in Böhringen gebaut habe. Nun hoffe er, dass auf dem neuen Platz viele Tore fallen und faire Spiele stattfinden. Gemeinsam durchschnitten Martin Staab und Bernhard Diehl das rote Band und übergaben den Platz offiziell seiner Bestimmung, bevor der Oberbürgermeister den Anstoß zum Freundschaftsspiel SV Sipplingen (Kreisliga A) – FC Böhringen (Kreisliga B) ausführte.

"Das Warten und Schonen des Platzes bis heute hat sich gelohnt. Wir haben den schönsten Platz von Radolfzell", so der FC-Vorsitzende Manfred Harnfest. "Jetzt gilt es den Aufstieg zu schaffen!"