Bereits zum zweiten Mal binnen weniger Wochen haben Unbekannte kürzlich auf dem Friedhof in Böhringen randaliert. Dabei wurden mehrere Gräber verwüstet, Metallkreuze von Gräbern abgerissen und Laternen zerstört. Auch noch Tage danach herrscht in der Radolfzeller Stadtverwaltung Entsetzen. „Wir verurteilen diese Straftat aufs Äußerste“, teilt Jan Drews, Abteilungsleiter Friedhof, mit.

Stadtverwaltung will Vorfälle aufdecken

Drews habe kurz nach Bekanntwerden der Verwüstungen mit den Angehörigen der betroffenen Gräber Kontakt aufgenommen. „Wir nutzen unsere Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Friedhofsordnung, um den bedauerlichen Vorfall aufzudecken und erneuten Vorfällen vorzubeugen“, versichert Drews. Verwüstungen von Gräbern seien bis auf einen weiteren Vorfall im November 2019 nicht gehäuft vorgekommen. Es habe lediglich jeweils einen ähnlichen Vorfall auf dem Waldfriedhof in Radolfzell und dem Ortsteilfriedhof Böhringen in den vergangenen Jahren gegeben.

Polizei legt Augenmerk auf Friedhöfe

Um Vandalismus in Zukunft von den Friedhöfen in und um Radolfzell fernzuhalten, würden die Anlagen laut Drews im Zuge der Öffnungszeiten und der Hausordnung regelmäßig kontrolliert. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten würden zudem weiterhin stichprobenartig Kontrollen auf allen Friedhöfen durchgeführt. „Das Ordnungsamt sowie die Polizei sind ebenfalls über diesen Vorfall informiert und werden ein besonderes Augenmerk auf die Friedhöfe legen“, so Drews.

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Für die entstandenen Schäden müssen die Hinterbliebenen der beschädigten Gräber selbst aufkommen. Drews rate ihnen, die Tat bei der Polizei anzuzeigen. Die Sachbeschädigungen der öffentlichen Anlagen werden hingegen von der Stadtverwaltung getragen und beseitigt. „Der Friedhof wurde bereits von den Friedhofsmitarbeitern in Ordnung gebracht“, sagt Drews.

Sollten Sachschäden an Grabstätten bekannt werden, werden Bürger gebeten, sich bei der Friedhofsverwaltung unter Telefon (0 77 32) 16 98 und der Polizei zu melden