Frei nach dem Motto "Keiner kann alles, niemand kann nichts und gemeinsam schaffen wir alles", gab es am eine Infoveranstaltung zum Ehrenamt Ortschaftsrat in Möggingen. Die Ortsverwaltung will die Veranstaltung auch als Aufruf an die Mögginger verstanden wissen, für den Ortschaftsrat zu kandidieren.

"Viele haben Angst vor der Verpflichtung, die das Ehrenamt mit sich bringt", erzählt Ortsvorsteher Ralf Mayer, der auch schon viele Mögginger direkt angesprochen hat. "Es ist nicht, einfach Kandidaten zu generieren", findet er. Dabei hält er das Ehrenamt nicht nur für wichtig, sondern sieht es auch als Chance für die Bürger, Möggingen mitzugestalten und bei wichtigen Entscheidungen mitzubestimmen. "Natürlich muss man sich auch mit bestimmten Themen befassen und in den Kontakt mit den Bürgern treten, oft erhält man dabei positives Feedback und das ist ein Ansporn", so der Ortsvorsteher.

Acht Ortschaftsräte müssen am 26. Mai gewählt werden. Zwei derzeitige Ortschaftsräte werden für die Wahl nicht mehr zur Verfügung stehen, andere Ortschaftsräte sind noch nicht sicher, ob sie sich wieder aufstellen lassen sollen. Deswegen sucht Mayer nach neuen Kandidaten mit "Liebe zum Ort".

Gremium wünscht sich eine Verjüngung

"Unser Wunsch ist es, dass sich 16 Kandidaten aufstellen lassen", sagt Ralf Mayer. Einige Bürger zeigen bereits Interesse, doch von den 16 Wunschkandidaten ist man noch weit entfernt. Gerne würden die jetzigen Ortschaftsräte mehr junge Menschen im Gremium sehen, doch auch vor Möggingen macht die zunehmende Politikverdrossenheit keinen Halt. Eine Änderung der Satzung für die Kommunalpolitik im Jahr 2015 soll es künftigen Kandidaten leichter machen, inzwischen darf mehr als ein Familienmitglied im Ortschaftsrat sein. Bewerben kann sich jeder Mögginger, der deutscher oder EU-Staatsbürger, volljährig ist und seit mindestens drei Monaten in Möggingen lebt. Interessenten können sich bei einem der aktuellen Ortschaftsräte melden.