Radolfzell Mit 45 Gruppen beim Fasnetsunntig-Umzug durch Radolfzell

Narrizella Ratoldi bereitet Umzug am Sonntag vor und erwartet bis zu 1600 Teilnehmer. Das Thema Sicherheit, welches vorab für Schlagzeilen sorgte, ist auch in Radolfzell wichtig: Es gibt einen neuen Wagen, bestehende sind bereits abgenommen.

Einen neuen Wagen und einige neue Teilnehmer meldet Zunftmeister Sascha Hain für den anstehenden Umzug der Narrizella Ratoldi am Fasnetsunntig durch die Radolfzeller Innenstadt. Mit 45 Gruppen und voraussichtlich rund 1600 Teilnehmern werde der Umzug ähnlich groß wie im Vorjahr. Hain freut sich besonders über die rege Teilnahme von jungen Narren: Mit der Kita Mezgerwaidring habe sich eine zweite Kindereinrichtung angemeldet. Allgemein kann Hain sagen: 80 Prozent der Teilnehmer sind bekannte Gesichter, dazu kommen 20 Prozent Neulinge. Manche nehmen auch immer wieder am Umzug teil. So freue man sich beispielsweise wieder über Besuch von der Höri. In diesem Jahr nehmen etwa die Mooser Rettiche und erstmals mit 25 Musikern und 15 Hästrägern die Bankholzer Joppenmusik teil.

"Das ist es, was unseren Umzug in Radolfzell so ausmacht – der gesunde Mix aus 'professionellen Narren', Musik- und den freien Gruppen", sagt Sascha Hain. Und so werden beim Umzug neben den bekannten Narren etwa auch Eis-Elfen (Die Sirenas), Flamingos (Familiengruppe Höfler) oder grausige Gesellen (Seegrusi Bodensee-Radolfzell) durch die Stadt ziehen. Die Gruppen umfassen dabei zwischen sieben Menschen wie bei verschiedenen privaten Gruppen und bis zu 250 Menschen wie bei den Narrizella Ratoldi. Die schönsten und originellsten Häser sowie Mottos werden wieder prämiert. Das Preisgericht sitzt traditionell in der SÜDKURIER-Redaktion an der Ecke Schützen-/Bismarckstraße, der Gewinner wird nach dem Umzug auf dem Marktplatz ausgezeichnet. Kommentiert wird nicht nur beim SÜDKURIER, sondern auch am Forsteibrunnen und Marktplatz.

Während der Vorbereitungen auf die Fasnacht machte besonders ein Thema Schlagzeilen: Die Sicherheit. "Das wichtigste ist, dass außerhalb des Wagens genug Sicherheitspersonal mitläuft, damit nichts passiert", sagt Hain dazu. Hintergrund sind teils tödliche Unfälle wie 2016 in Geislingen, als eine Frau vom Umzugswagen stürzte, überrollt wurde und starb. In Radolfzell sei Sicherheit natürlich ein Thema, aber kein großes: "Wir haben zum Glück nicht so viele Wagen, die mitlaufen", führt der Zunftmeister aus. Einen neuen Wagen gebe es in diesem Jahr, die Caritas habe einen kleinen angemeldet. Dafür gebe es im Vorfeld dann eine Informationsmappe der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN), wo Hinweise zum sicheren Umgang drin stehen. Und bei bestehenden Wagen wie dem der Holzhauer sei kein neuer Sicherheitscheck nötig, dessen Standardmaße seien bereits abgenommen.

Auch die Ratoldus- und die Teggingerschule sind wieder mit einer sehr großen Gruppe dabei, berichtet der Zunftmeister. Gerade wenn Kinder neu beim Umzug teilnehmen, sei auch ein wenig Aufregung dabei: "Die Viertelstunde, bevor es losgeht, geht es schon recht wild zu". Doch Narrenräte helfen vor Ort nicht nur beim Aufstellen. Und sobald der Startschuss erklinge, werde munter durch die Straßen gejuckt. Die Musik, die währenddessen teils zu hören ist, muss vorab bei der Gema (Autorengesellschaft für Musik) angemeldet werden. "Das sind wir so langsam gewöhnt, auch wenn es langsam überhand nimmt", sagt Hain. Die Vorgaben seien inzwischen viel restriktiver als früher. Um einen Teil der Kosten, zu denen etwa auch die Gema-Gebühren beitragen, zu begleichen, bieten die Narren wieder einen Pin an. In diesem Jahr lacht ein Fanfarenzügler von der Anstecknadel, die für zwei Euro vor dem Umzug zu haben ist. "Die sind teilweise sehr gefragt und schon Sammlerstücke", sagt Zunftmeister Hain.

 

Weitere Termine

Nach dem Umzug am Fasnetsunntig feiern die Narrizella Ratoldi weiter ihre Fasnacht. Am gleichen Tag findet um 15 Uhr das Altenkonzert und 19 Uhr die Jugenddisco statt, beides im Milchwerk. Am Montag ist ab 12 Uhr der närrische Jahrmarkt auf dem Marktplatz, am Dienstag ist dann um 19 Uhr das Fasnetsverbrennen an gleicher Stelle. Am Aschermittwoch beginnt um 19 Uhr die Fastenmesse im Münster.

 

 

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