Die Jugendfeuerwehren aus den Abteilungen der Stadt Radolfzell und den Ortsteilen kamen am Samstagnachmittag zu einer großen Übung in Markelfingen zusammen. Dabei mussten die Nachwuchskräfte aus Radolfzell, Markelfingen, Möggingen, Liggeringen und Stahringen einen angenommenen Brand der Grundschule löschen.

Den Anfang machten die Löschkräfte aus Markelfingen, die sozusagen das Heimrecht für die Übung bekommen hatten. Hintergrund war das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Markelfingen. Deren Jugendleiter Philipp Herzog hatte die Übung organisiert, bei der nach und nach die Löschkräfte aus den anderen Ortsteilen und der Kernstadt zur Hilfe eilten.

Das meiste regeln die Nachwuchskräfte selbst

Die vielen Zuschauer und Eltern der Nachwuchskräfte konnten an der Grundschule Markelfingen sehen, wie routiniert und gekonnt die Zehn- bis 18-Jährigen aus den Jugendfeuerwehren bereits ihr Handwerk verstehen. Während die Wasseranschlüsse an den Fahrzeugen noch von aktiven Mitgliedern der Feuerwehr übernommen wurden, regelten den Rest der Arbeiten die Nachwuchskräfte selbst. Schnell waren die Schläuche und Spritzen in Position gebracht, um das Schulhaus vor den drohenden Flammen zu retten.

Die Jugendfeuerwehren aus Radolfzell und den Ortsteilen löschten in einer Übung einen angenommenen Brand der Grundschule Markelfingen. Zahlreiche Zuschauer und Eltern beobachteten das Geschehen.
Die Jugendfeuerwehren aus Radolfzell und den Ortsteilen löschten in einer Übung einen angenommenen Brand der Grundschule Markelfingen. Zahlreiche Zuschauer und Eltern beobachteten das Geschehen. | Bild: Jarausch, Gerald

Insgesamt waren 52 Jugendfeuerwehrkräfte an der Übung beteiligt, wie der Markelfinger Abteilungskommandant Tilo Ruther gegenüber dem SÜDKURIER erklärte. Er nutzte die Übung gleichzeitig, um für neue Nachwuchskräfte der Feuerwehren zu werben: „Wir brauchen jeden Mann“, sagte er in seiner Ansprache zu den Zuschauern.

Für Helmut Richter, Kommandant der Feuerwehr Radolfzell, lag der Sinn der Übung nicht nur im Festigen der Fertigkeiten, sondern auch im Stärken der Gemeinschaft: „Sie lernen hier nicht nur das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Ortsfeuerwehren. Ansonsten sehen sich eigentlich nur im Jugendzeltlager“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung. Im Anschluss an die Übung stärkten sich die Nachwuchskräfte bei einem Festhock.