Da staunten die Beamten nicht schlecht, als sie das aufhoben, was ihnen vor die Füße gefallen war. Nach dem die Polizisten den Inhalt untersuchten und gewogen hatten, meldeten sie einen Fund von einem Kilogramm Marihuana. Während ihre Kollegen im Gebäude nach einer Person suchten, hätten sie auf der Rückseite des Gebäudes gewartet. Dann sei aus einem Zimmer das Paket geworfen worden.

Ein Kilo Marihuana sei keine Menge mehr für den Eigenverbrauch, wie Pressesprecher Andreas Mathy von der Staatsanwaltschaft Konstanz auf Nachfrage erläutert. Je nachdem, wie hoch der THC-Wert (Tetrahydrocannabinol) der aufgegriffenen Ware liege und damit die Wirksamkeit der Droge sei, könne von zwei bis dreitausend Einheiten (Joints) ausgegangen werden. Der Wert von einem Kilo Marihuana dürfte zwischen 4000 und 5000 Euro liegen. "Damit ist das aufgefundene Marihuana eine nicht geringe Menge nach dem Betäubungsmittelgesetz", so Mathy. Für den Umgang mit einer nicht geringen Menge ist eine Strafdrohung von nicht unter einem Jahr Freiheitsstrafe vorgesehen.

In dem fraglichen Zimmer hätten die Einsatzkräfte im Anschluss drei Männer im Alter von 32, 24 und 18 Jahren angetroffen, die aber den Besitz des Marihuanas in Abrede stellten. Die Polizisten fanden bei der Durchsuchung des Zimmers neben einer Kleinmenge von Marihuana original verpackte Handwerksgeräte, deren Herkunft nicht belegt werden konnte und ein als gestohlen gemeldetes Fahrrad. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend gegen 23 Uhr.