Auf 30 magische Jahre können Gernot und Wolfram Bohnenberger heute zurückblicken. 30 Jahre, in denen sie nationales und auch internationales Publikum mit ihrer Kunst begeistern konnten. Die beiden Brüder sind in Böhringen geboren und aufgewachsen und studierten Medizin beziehungsweise Architektur, bevor sie ihre Leidenschaft für die Unterhaltung entdeckten. Heute dürfen sie sich Weltmeister der Zauberei nennen und treten außerdem als Moderatoren, Referenten und Lach­yoga-Trainer auf und wirken am 13. November bei einer Benefizgala des Diabetesforums Radolfzell mit.

1986 begannen die beiden Brüder sich an die Zauberei heranzutasten, nachdem sie zuvor bereits Erfahrungen im Bereich Schauspielerei gesammelt hatten. Als "Kunstsparte, die unheimlich vieles kombiniert" bezeichnet Gernot Bohnenberger die Magie. Das mache für beide die Faszination an ihrem Beruf aus. Es biete sich dadurch die Möglichkeit, bei einer Show ganz unterschiedliche Elemente miteinander zu kombinieren, und so werde bei ihnen auf der Bühne auch schon mal jongliert oder gedichtet. Ihr Ziel sei es, die Menschen damit sowohl auf intellektueller, als auch auf emotionaler Ebene abzuholen. Einige Tricks in den von ihnen selbst entwickelten Programmen blieben bis jetzt unnachahmbar. So beispielsweise das Verschwinden von Wolfram Bohnenbergers Kopf mitten auf der Bühne.

Nachdem die Brüder 1991 bereits in den Magischen Zirkel von Deutschland aufgenommen wurden, ereignete sich 1997 einer der Höhepunkte ihrer Laufbahn. Mit ihrem zehnminütigen Theaterstück "Englishman in New York" heimsten sie bei der Weltmeisterschaft der Magie in Dresden den ersten Platz ein. Unzählige weitere Preise und Auszeichnungen kamen im Laufe der Jahre dazu. Ihre ersten Auftritte hatten "Junge Junge" in der Region rund um Konstanz und Radolfzell. Das Publikum war begeistert und der Erfolg stellte sich schnell ein. Positive Presse und Mundpropaganda taten ihr Übriges und so folgten bald die ersten deutschlandweiten und internationalen Anfragen. Seitdem touren die beiden Böhringer fast durch die ganze Welt. "Nur Australien und Neuseeland fehlen noch", sagt Gernot Bohnenberger mit einem Schmunzeln. Talent, Fleiß und vor allem Leidenschaft, das seien die Schlüssel zu ihrem Erfolg.

Ob denn auch bei ihnen mal etwas schieflaufe? Natürlich könne das passieren, meint Gernot Bohnenberger, diese Gefahr bestehe grundsätzlich bei jeder Live-Veranstaltung. Das sei ärgerlich, mache einen andererseits aber auch nahbarer und sympathischer für das Publikum. Manchmal entstehe aus einem kleinen Missgeschick sogar spontan eine ungeplante Pointe.

Ihre Auftritte haben "Junge Junge" vorwiegend in Theatern und auf Firmenfeiern. Entweder sorgen sie mit ihrer etwa zweistündigen Zauberaufführung für die Unterhaltung oder aber sie leiten als Moderatoren durch den kompletten Abend. So auch der Fall bei der bevorstehenden Benefizgala.

Das Diabetesforum

Das Diabetesforum Radolfzell ist ein eingetragener Verein, der Schulungen, Sportprogramme und Freizeitaktivitäten speziell für Diabetiker organisiert und somit eine Form der Selbsthilfe für Betroffene darstellt. In einer Benefizgala am Sonntag, 13. November, feiert das Diabetesforum sein 25-jähriges Bestehen und sammelt Spenden, die der Diabeteshilfe-Bodenseefreizeit zu Gute kommen sollen. (emi)

Infos und Programm im Internet: www.diabetesforum-radolfzell.de