Gestern begannen offiziell die Abrissarbeiten der Bestandsgebäude im Seebad. Mit der Umsetzung geht für viele langjährige Nutzer des Bades ein Wunsch in Erfüllung. Denn sie hatten bereits seit Jahrzehnten eine Modernisierung der Gebäude gefordert. Das hat seine Gründe, das Seebad ist tatsächlich in die Jahre gekommen.

Zwei Gebäude sollen auf dem Gelände gebaut werden

Die flachen Betongebäude sind zum Teil undicht und feucht und bieten weder Qualität noch Zuschnitt, den sich die Besucher und Betreiber von einem modernen Bad wünschen. In den nächsten Monaten soll nun endlich das umgesetzt werden, was man nach jahrelangem Aufschub im Gemeinderat beschlossen hatte. Die Sanierung des Seebades in Form eines kompletten Abrisses und des Neubaus der erforderlichen Gebäude. Der sieht zwei Gebäudekörper im künftigen Seebad vor.

Auch die DLRG bekommt ein neues Gebäude

Das Hauptgebäude wird auf der Höhe des bisherigen Eingangs errichtet und mit knapp drei Metern rund 30 Zentimeter höher ausfallen. Das neue Gebäude der DLRG wird am Beginn des Seebads errichtet, dort, wo zuletzt eine Umkleide zu finden war. Neu gestaltet wird auch der Zugang zum Bad. Aus Richtung Stadt zweigt eine Rampe von der Mettnaustraße Richtung Eingang nach unten ab. Die Rampe habe eine Neigung von etwa sechs Prozent. Richtung Konzertmuschel wird der Anstieg zum Teil mit Treppen überwunden. Abstellplätze für 200 Fahrräder sind ebenfalls geplant.

Der Umbau startet ambitioniert

Damit die Pläne bis zum geplanten Eröffnungstermin im Juni 2019 umgesetzt sind, muss es nun schnell gehen. "Das ist der Wunsch der Bürger", sagte Oberbürgermeister Martin Staab gestern. Die Abrissarbeiten sollen in den nächsten zwei Wochen stattfinden. Danach geht es "äußerst ambitioniert" weiter, wie der OB erklärte. Bis Weihnachten möchte man bereits die Bodenplatte der künftigen Gebäude gegossen haben. Für den Untergrund wird zum Teil das Abbruchmaterial der Bestandsgebäude verwendet, verriet Gerhard Schöpperle, Fachbereichsleiter Hochbau und Gebäudemanagement. Parallel zum Neubau soll die Mettnaustraße saniert werden. Daher kann es während der Bauzeit zu Teil- und Vollsperrungen kommen. Die Parkplätze in der Mettnaustraße können während der Bauzeit nicht genutzt werden. Nachhaltig soll es bei der Bepflanzung zugehen.

Legte persönlich den Hebel um: OB Martin Staab auf dem Sitz des Baggerführers. Bild: Gerald Jarausch
Legte persönlich den Hebel um: OB Martin Staab auf dem Sitz des Baggerführers. | Bild: Jarausch, Gerald

Teurer als 1,9 Millionen Euro soll es nicht werden

Lediglich eine ohnehin geschädigte Kastanie am Eingangsbereich muss gefällt werden und wird durch einen neuen Baum ersetzt. Die Kostenberechnung der Seebad-Sanierung beläuft sich auf 1,9 Millionen Euro, die man nach der Vergabe der ersten Arbeiten voraussichtlich einhalten oder "sogar unterbieten" wird, wie OB Martin Staab in Aussicht stellte. Grundsätzlich liegt für das DLRG-Gebäude ein Zuschusszusage nach dem Rettungsdienstgesetz vor. Die Verwaltung geht von rund 220 000 Euro aus. Weitere 60 000 Euro soll die DLRG beisteuern und mit Eigenleistungen den städtischen Etat entlasten. Während das DLRG-Gebäude Platz auf 169 Quadratmetern bietet, wird das neue Seebad-Gebäude einschließlich des Außenbereichs 526 Quadratmeter Nutzfläche umfassen. Der Besucherteil ist 128 Quadratmeter groß und der Gastronomieteil 73 Quadratmeter. Zum Außenbereich zählt eine überdachter Auftenthaltsbereich, eine Gastro-Terrasse, die Treppenanlage und der Wirtschaftsbereich.