Unter ungünstigen Rahmenbedingungen fand das Friedensfest im Radolfzeller Stadtgarten statt. Zu dem Fest, das anlässlich des Gedenktages zum Tag der Befreiung am 8. Mai seit mehreren Jahren vom Präventionsrat der Stadt organisiert wird, hatte unter anderem das Bürgerbündnis für Demokratie (BRD) aufgerufen.

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Das Bündnis nahm das Fest zum Anlass, auf das 70-jährige Bestehen des Grundgesetzes aufmerksam zu machen. Dazu hatte das Bürgerbündnis Karten aufgehängt, die die ersten Paragrafen des Grundgesetzes enthielten. Vieles, das von den Akteuren geplant war, fiel jedoch buchstäblich ins Wasser. Der Riesentischkicker des Café Connect entfiel ebenso wie die Kinder-Spiele von Terre des hommes.

Nina Breimeier, Vorsitzende des Präventionsrates, nahm die Bedingungen gelassen zur Kenntnis. „Für uns ist das Statement zum 8. Mai wichtig“, sagte sie gegenüber dem SÜDKURIER. Nicht zuletzt aus diesem Grund war sie erfreut, dass die Friedensfahnen, die in den Vorjahren am Luisenplatz positioniert wurden, trotz des Wetters im Stadtgarten aufgestellt wurden.

Die Friedensfahnen wurden anlässlich des 8. Mai im Radolfzeller Stadtgarten aufgestellt. Das Friedensfest fiel weitestgehend dem regnerischen Wetter zum Opfer.
Die Friedensfahnen wurden anlässlich des 8. Mai im Radolfzeller Stadtgarten aufgestellt. Das Friedensfest fiel weitestgehend dem regnerischen Wetter zum Opfer. | Bild: Jarausch, Gerald

Inhaltlich hält Nina Breimeier den Luisenplatz für den geeigneteren Ort für eine Veranstaltung dieser Art. Weil zeitgleich dort eine andere Veranstaltung stattfand (siehe Text oben), hatte man davon abgesehen, das Friedensfest am Luisenplatz abzuhalten. Aller Voraussicht nach wird das aber im nächsten Jahr wieder der Fall sein.

Voraussetzung dürfte jedoch die Zusage einer entsprechenden Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ sein. Den Antrag muss die Stadt Radolfzell stellen, da nur Kommunen als Empfänger der Förderung zulässig sind.

Bürgermeisterin Monika Laule bedankte sich nicht nur bei allen Beteiligten des Festes, sondern stellte noch einmal die Wichtigkeit der Demokratie in den Mittelpunkt, auch wenn sie „manchmal schwer auszuhalten“ sei, wie sie befand. In Erinnerung an den Tag der Befreiung mahnte sie die Pflege des Friedens an. Das Friedensfest soll dazu einen Beitrag leisten. Im nächsten Jahr hoffentlich bei schönerem Wetter.