Am Samstag, 9. November, findet im Familienzentrum St. Hedwig die feierliche Einweihung des sanierten und erweiterten Kindergartens statt. Das neue Gebäude bietet ideale Möglichkeiten für die Betreuung der Kinder. Die katholische Kirche als Träger der Einrichtung möchte den Anlass dazu nutzen, den „neuen“ Kindergarten St. Hedwig der Öffentlichkeit vorzustellen. Dieser Tag der offenen Tür findet von 13 bis 15 Uhr im Altbohl, Dammweg 1, für alle interessierten Besucher statt.

Neue Möglichkeiten

Der Neubau wurde innerhalb von 13 Monaten errichtet, nachdem ein Gebäudeteil aus den 60er Jahren abgerissen wurde. Die Maßnahme wurde zudem dazu genutzt, den aus den 80er Jahren stammenden Gebäudeteil zu sanieren. Aus diesem Grund erstrahlt aktuell alles in neuem Glanz. Kinder und Erzieherinnen erfreuen sich bereits seit ein paar Wochen über den modernen Gebäudeanbau und die neue Inneneinrichtung. Mit dem Umbau ist der Kindergarten St. Hedwig nun auch in der Lage, Kinder unter drei Jahren adäquat zu versorgen. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit einer Essensausgabe sowie entsprechende Ruhe- und Schlafräume, in die sich die Kinder bei Bedarf zurückziehen können. Mit der Gebäudesanierung ging auch die Umgestaltung des Gartens einher. Der bietet nun zahlreiche Spielmöglichkeiten, die von den Kindern und Eltern gewünscht wurden. In der Einrichtung ist Platz für zwei Kindergartengruppen mit bis zu 45 Kindern als auch eine Krippengruppe mit zehn Kindern.

Betreut wird der Radolfzeller Nachwuchs von ingesamt 13 Erzieherinnen. Geändert hat sich mit der Nutzung des sanierten und umgebauten Kindergartens auch die Bezeichnung und Nutzung. So heißt die Einrichtung ab sofort Kinder- und Familienzentrum St. Hedwig.

Dort wird ab sofort eine verlängerte Öffnungszeit angeboten, die eine Betreuung der Kinder von über sieben Stunden pro Tag ermöglicht. Künftig will man mit einem sogenannten „Elternangebot“ auch die Erwachsenen im Umfeld des Familienzentrum mehr ansprechen, wie Geschäftsführerin Michaela Gesell schon einmal ankündigt. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind alle interessierten Bürger zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Große Investitionen

Mit dem Um- und Neubau des Kindergartens St. Hedwig kommen die Stadt Radolfzell sowie die katholische Kirche als Träger der Einrichtung vor allem den veränderten Bedürfnissen der heutigen Familien nach. Denn die Anforderungen an eine Betreuungseinrichtung für Kinder hat sich in den vergangen Jahrzehnten stark gewandelt. Solche Anpassungen kosten viel Geld. Die gesamte Maßnahme hat rund 2,9 Millionen Euro gekostet, von denen 2,3 Millionen von der Stadt stammen. Die katholische Kirche hat weitere 584¦000 Euro in die Erweiterung von St. Hedwig gesteckt. Münsterpfarrer Heinz Vogel erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass auch für solche Zwecke Einnahmen wie die Kirchensteuer von großer Wichtigkeit sind. Er wird gemeinsam mit den Erzieherinnen das Fest von St. Hedwig eröffnen.

Die Kindergärten

St. Hedwig, St. Anton, Josef Zuber, St. Nikolaus, St. Ursula und St. Josef werden von dem kirchlichen Trägerverein St. Sebastian geführt. Dieser wird in den letzten Jahren auch vermehrt in der Altenseelsorge und im Hospizdienst gefordert. In den katholischen Kindergärten werden Kinder verschiedener Nationen und Konfessionen im Alter von 13 Monaten bis sechs Jahren teilweise über den gesamten Tag betreut.