In einer Stellungnahme, die auf den 31. März datiert ist, schreibt der GEB Kita:

  • Die Eltern von Kindergartenkindern haben nicht unbedingt eine Gehaltssteigerung von 6,5 Prozent. Das Geld, das für die Kinderbetreuung mehr aufgewendet werden müsse, könne dann entsprechend nicht an anderer Stelle in der Stadt ausgegeben werden.
  • Arbeitende Eltern, die ihre Kinder betreuen lassen, zahlen Einkommensteuer. Der Großteil des städtischen Haushalts finanziere sich aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Daher seien die Eltern von Kindergartenkindern auf diesem Weg auch an dem Kostenanteil von 85 Prozent beteiligt, der von der Allgemeinheit für die Kinderbetreuung aufgewendet wird.
  • Gleichzeitig sei der GEB Kita aber froh, dass es in Radolfzell eine hochwertige Kinderbetreuung gebe und die Stadt die Kindertagesbetreuung spürbar ausbaut.
  • Der GEB Kita fordert die Stadtverwaltung dennoch dazu auf, größeres Interesse daran zu zeigen, arbeitende Eltern zu unterstützen.
  • Konkret macht der GEB Kita in dem Schreiben, das von der Vorsitzenden Susanne Pantel unterzeichnet ist, eine Vergleichsrechnung auf. Die Erhöhung der Elternentgelte um 6,5 Prozent soll nämlich laut der Vorlage zur jüngsten Gemeinderatssitzung etwa 40 000 Euro zusätzlich erbringen. Eine Erhöhung der Parkgebühren in der Radolfzeller Innenstadt auf durchschnittlich 50 Cent pro Stunde (aktuell liege der Betrag bei 40 Cent pro Stunde) würde hingegen, so heißt es in dem Schreiben des GEB, Mehreinnahmen in Höhe von 113 000 Euro pro Jahr einbringen.