Radolfzell Jugendhütte zum Greifen nah

Projekt nimmt nach mühsamem Start Fahrt auf. 20 Jugendliche wollen in Böhringen mit anpacken, um den Traum von einer eigenen Hütte zu verwirklichen.

Jugendhütte zum Anfassen: Das Böhringer Jugendprojekt findet immer mehr Mitstreiter und ein maßstabgetreues Modell lässt die Ideen sprudeln. Vom Tischkicker-Turnier über Karaoke-Abende bis zu Grillfesten.
Jugendhütte zum Anfassen: Das Böhringer Jugendprojekt findet immer mehr Mitstreiter und ein maßstabgetreues Modell lässt die Ideen sprudeln. Vom Tischkicker-Turnier über Karaoke-Abende bis zu Grillfesten. | Bild: Kupferschmid

Die Jugendhütte in Böhringen rückt in greifbare Nähe. Zwei Jahre nach dem von der Stadt initiierten Jugendworkshop zur Ortsentwicklungsplanung geht die dort geborene Idee jetzt in die heiße Phase. War es dem hartnäckig kämpfenden vierköpfigen Projektteam mit Ina Pudwill, Christian Schütz, Patrick Bader und Sylvia Goede anfangs nur langsam gelungen, genügend Mitstreiter zu mobilisieren um das Projekt auf eine breite Basis zu stellen, gibt es jetzt etwa 20 Aktive, die anpacken wollen. Dem Willen folgten bereits Taten, wie sich an der Auftaktveranstaltung im Böhringer Rathaus zeigte. Der vor Kurzem neu hinzu gestoßene Florian Bohle etwa überraschte mit dem Entwurf einer Homepage und hatte sich auch schon Gedanken über die Hausordnung gemacht. Eine weitere Teilnehmerin nahm die Gründung einer Facebook-Gruppe in die Hand. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Jugendhütte Realität wird“, so Eva Maria Beller, Leiterin der Stadtjugendpflege am Ende des Abends. „Es ist sehr schön, zu sehen, wie eine Eigendynamik entsteht und das Projekt an Anziehungskraft gewinnt“, erklärt sie.

Für große Beflügelung an diesem Abend sorgte ein 3D-Modell der Jugendhütte nach Plänen des Stadtbauamtes. Das maßstabsgetreue Häuschen zum Anfassen aus hochfestem Verbundmaterial hat der Radolfzeller Unternehmer Mario Hüttenhofer gesponsert, der auf die Fertigung solcher Modelle zur Präsentation spezialisiert ist. Ein munteres Brainstorming, begleitet von Stadtjugendpfleger Rolf Weishaupt, erfüllte die Jugendhütte mit Leben. Die Ideen reichten vom Tischkicker-Turnier über Karaoke-Abende und Grillfeste bis hin zum Public Viewing. Ebenso vielfältig waren die Vorschläge für die Ausstattung des etwa 25 Quadratmeter großen Hauptraumes. Eine platzsparende Einrichtung wollen die Jugendlichen demnächst mit maßstabsgetreuen Pappschablonen ausprobieren. Begeistert zeigte sich die Stadtjugendpflege auch von den Vorstellungen der Jugendlichen zur Organisation, die mit vorgesehenen Arbeitsbesprechungen im Kernteam, Programmplanung, Putzplänen, Einkaufsdiensten sowie Zuständigkeiten für Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit über eine realistische Einschätzung des Betriebs verfügen.

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