Enge, zugeparkte Straßen oder Parkchaos auf der Mettnau sollen ab jetzt Vergangenheit sein. Die Stadt hat ein neues Parkkonzept für die Halbinsel entwickelt. Die Ziele: Ordnung an den Straßenrändern, ein Ende des Schilderwalds und sicheres Durchkommen für Einsatzkräfte, Müllfahrzeuge sowie Busse. Deshalb ist nun nur noch das Parken in den weiß markierten Flächen erlaubt. Darüberhinaus herrscht eingeschränktes Halteverbot. "Die Parksituation auf der Mettnau soll sich entspannen", sagt Oberbürgermeister Martin Staab. "Es gibt trotzdem noch etwa gleich viele Stellplätze."

An den Brücken zur Mettnau weisen Schilder auf die neue Parkregelung hin und zusätzlich erinnern in den Straßen große, auf die Fahrbahn aufgebrachte Halteverbotszeichen daran. Vor allem für Feriengäste solle so ein "Zonenbewusstsein" geschaffen werden, erklärt Frank Matthes, stellvertretender Leiter der Abteilung Sicherheit und Ordnung. Da das Parken auf der Mettnau nun einheitlich geregelt ist, konnten etwa 60 von rund 100 Schildern für unterschiedliche Halteverbot-Arten abgebaut werden. Nur noch die Schilder für das absolute Halteverbot sind geblieben.

Während sich die Autofahrer in der kommenden Zeit auf die neue Parksituation umstellen müssen, kontrolliert der kommunale Ordnungsdienst zwar, aber an den Windschutzscheiben von Parksündern werden zunächst nur Hinweiszettel aber noch keine richtigen Knöllchen stecken. "Rechtlich gesehen sind wir zwar schon im Echtbetrieb, aber wir wollen die Leute erst sensibilisieren", erklärt Matthes.

Die Stadtverwaltung möchte die Besucher der Mettnau und vor allem des Strandbads auf den Messeparkplatz und den Parkplatz am Mettnau-Stadion losten. Ein neu eingerichteter Shuttlebus verkehrt ab 4. Juni als Linie 5a zwischen Bahnhof, Messeparkplatz, Stadion und Strandbad. Sein Betrieb kostet 2016 rund 20 000 Euro netto. Diese Lösung sei eine kurzfristige für dieses Jahr, erklärt der Oberbürgermeister. Mittelfristig solle ein weiteres städtebauliches Konzept hinzukommen, da bisher zum Beispiel die Mettnauschule und das Krankenhaus noch nicht berücksichtigt seien. "Wir wollen die gesamte Parksituation um das Krankenhaus neu ordnen und schauen, wo wir mehr Stellplätze schaffen können", sagt Staab. Ein endgültiges Konzept soll im kommenden Jahr festgelegt werden.

Bei den Bewohnern der Mettnau stößt die neue Regelung bisher auf gemischte Resonanz. Teilweise habe es Anrufe gegeben, da mit den Grundstücksausfahrten noch nicht alles ganz passe. "Wir schauen, dass wir das in Zusammenarbeit mit den Anwohnern lösen", versichert Staab.

 

Straßenbreite und Shuttlebus-Infos

Straßenbreite: Ein wichtiger Aspekt der neuen Parkordnung für die Mettnau ist, dass in schmalen Straßen mindestens 3,5 Meter Durchfahrtsbreite für die Feuerwehr, Rettungsfahrzeuge, die Müllabfuhr und Busse bleiben, erklärte Holger Goertz, Leiter des Tiefbauamts. Lediglich zwei Straßen bilden eine Ausnahme. Dort gebe es in Absprache mit der Polizei nur drei Meter Breite. Vor Ausfahrten ist es so geregelt, dass sechs Meter Straßenbreite verfügbar ist.

Linie 5a: Im Rahmen des neuen Parkkonzepts für die Halbinsel Mettnau gibt es einen Shuttlebus, der Badegäste vom Messe- oder Stadionparkplatz zum Strandbad bringen soll. Der Shuttlebus verkehrt als Linie 5a und ergänzt die Linie 5.

Fahrzeiten und Kosten: Der Shuttlebus fährt vom 4. Juni bis 24. Juli jeweils samstags und sonntags zwischen 10 und 19 Uhr. Er startet immer zur Minute 20 und 40 am Busbahnhof. Vom 28. Juli bis 4. September fährt der Bus täglich zu den selben Zeiten. Die Fahrt bis zum Strandbad über den Messeparkplatz und vorbei am Mettnau-Stadion dauert acht Minuten. Am Strandbad fährt der Bus zur Minute 30 und 50 ab. Alles ist an den Seehas angepasst. Eine Fahrt kostet für für einen Erwachsenen einen Euro, für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren 50 Cent. Kinder unter sechs Jahren fahren kostenlos. (löf)