Die Jagdpacht auf Stahringer Gebiet stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Stahringer Ortschaftsrats, doch auch die Gestaltung der neuen Dorfmitte am Bahnhofsplatz war ein Thema. In Sachen Jagdpacht gab es auch eine Anhörung von Landwirten. Ortsvorsteher Jürgen Aichelmann stellte den vielen Landwirten und Jagdpächtern, die der Sitzung folgten, den aktualisierten Plan des zur Gemarkung Stahringen gehörenden Jagdgebietes vor. Die Sitzung trug laut Aichelmann zur Klärung einiger Fragen zu Pachtgebieten und Pachtverträgen bei Landwirten und Ortschaftsräten bei, gravierende Bedenken gab es nicht. Die Landwirte äußerten sich zufrieden mit der Jagdpacht in ihren Gebieten, auch die Wildschäden seien in einem sehr erträglichen Rahmen.

Der gemeinschaftliche Stahringer Jagdbezirk hat eine Gesamtgröße von rund 485 Hektar mit einer bejagbaren Fläche von rund 456 Hektar. Diese teilt sich in rund 410 Hektar Feld und 46 Hektar Wald auf. Das Revier ist ein Hochwildrevier mit Reh- und Schwarzwild. Die Frist für die Bewerbung um eine Jagdpacht endete am 14. Dezember, über die Vergabe der Pachtgebiete wird in der Sitzung des Ortschaftsrates am 17. Januar 2019 entschieden. Neben dem Pachtpreisangebot gehören auch die Erreichbarkeit der Jagdpächter und deren Jagderfahrung zu den Vergabekriterien. Die Pachtgebiete werden zum 1. April 2019 erstmals auf sechs Jahre statt bisher auf neun Jahre verpachtet, Pächter bekommen jedoch die Option einer Verlängerung auf weitere sechs Jahre.

Ortsvorsteher Aichelmann informierte die Ortschaftsräte zudem über die jüngste Sitzung des Ausschusses für Planung, Technik und Umwelt des Radolfzeller Gemeinderats, in der Pläne und Kosten für die Gestaltung der neuen Dorfmitte am Stahringer Bahnhofsplatz diskutiert wurden. Nicht zuletzt durch die aktive Beteiligung engagierter Stahringer Bürger im Rahmen von Workshops entstand ein Konzept, das den Dorfplatz zu einem belebten Treffpunkt für alle Generationen machen wird. Auf Antrag von Stadtrat Josef Klett wurden zudem zusätzliche Haushaltsmittel von 120 000 Euro für den Bau einer öffentlichen Toilette am Bahnhofsplatz mit in die Planung aufgenommen. Über den Nachtragshaushalt entscheidet der Gemeinderat am 29. Januar 2019.