Obwohl die Radolfzeller Altstadt zum Großteil eine Fußgängerzone ist, wundern sich nicht viele Passanten über den vielen Verkehr in den schmalen Gassen. Lieferverkehr darf zwar von 6 bis 11 Uhr und von 18 bis 20 Uhr in der Fußgängerzone Ein- und Ausfahren, doch sieht man den ganzen Tag über Klein-Lastwagen, Sprinter und Pkw in der Altstadt fahren und stehen.

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Vor der Sommerpause hatte der Radolfzeller Gemeinderat eine Neuordnung der Ein- und Zufahrtsberechtigungen für die Fußgängerzone außerhalb der zugelassenen Zufahrtszeiten auf der Agenda. Dieser Tagesordnungspunkt wurde jedoch verschoben und wird am Donnerstag, 19. September, im Verwaltungs- und Finanzausschuss nachgeholt. Ziel ist eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt, heißt es in der Sitzungsvorlage. Hier soll entschieden werden, wie die Zufahrtsberechtigung der Anwohner zu regeln ist.

Keine Unterschiede mehr

Noch werde unterschieden, ob Anwohner einen Stellplatz in der Innenstadt haben oder nicht. Künftig solle dies keinen Unterschied mehr ausmachen. Anwohner sollen laut Neuregelung dem Lieferverkehr gleichgestellt werden und ebenfalls nur noch von 6 bis 11 Uhr und 18 bis 20 Uhr in die Fußgängerzone einfahren dürfen. Anwohner und gewerblicher Lieferverkehr erhielten demnach während der ausgeschilderten allgemeinen Lieferzeiten eine gebührenfreie Zufahrt. Wer außerhalb der zugelassenen Zufahrtszeiten in die Innenstadt einfahren möchte, braucht eine Ausnahmeerlaubnis. Für diese möchte die Stadt eine Jahresgebühr von 150 Euro erheben.

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„Auch Post- und Paketdienstleister haben sich grundsätzlich an die für die Fußgängerzone geltenden Lieferzeiten zu halten“, erklärt die städtische Pressesprecherin Julia Theile. Ausgenommen hiervon seien nur Fahrzeuge von Universaldienstleistern nach dem Postgesetz, wenn dies zur zeitgerechten Leerung von Briefkästen oder zur Abholung von Briefen erforderlich sei. Im Rahmen der anstehenden Änderungen für Ausnahmegenehmigungen werde allerdings auch über die zukünftige Handhabung dieser Fahrzeuge zu entscheiden sein, so Theile. Dann könnten die Paketzulieferer, wie zum Beispiel in Konstanz, die Innenstadt mit der Sackkarre beliefern müssen. Oder eine kostenpflichtige Ausnahmegenehmigung beantragen.