Mittlerweile ist es in Radolfzell und der Region bestens bekannt. Im Radolfzeller Ortsteil Möggingen existiert das renommierte Institut für Vogelzug und Tierwanderungen. Das Max-Planck-Institut für Ornithologie ist dort seit vielen Jahren ansässig. Forscher aus der ganzen Welt arbeiten hier zusammen, um die Welt der Tiere besser zu verstehen.

Seit rund zehn Jahren existiert auf dem Gelände des Institutes am Schloss Möggingen eine Einrichtung, die das Wissen der Forscher den Gästen näher bringt und vor allem Kinder und Jugendliche dafür begeistern möchte. Das Maxcine, wie das Besucherzentrum heißt, wird von Babette Eid geführt. Gemeinsam mit den Forschern und Kindern veranstaltet sie Workshops, in denen in Echtzeit Forschungswissen geschaffen wird. "Wir wollen neugierigen Bürgern die Möglichkeit bieten, Wissenschaft hautnah zu erleben und auch mitzugestalten", erklärt Babette Eid das Prinzip des Maxcine. Gemeinsam werden Tiere wie Insekten, Eidechsen und Vögel untersucht.

Hier gibt es viel zu entdecken: Das Schöne daran ist, dass Kinder und Jugendliche schon früh an Wissenschaft herangeführt werden. Und zwar nicht theoretisch-trocken, sondern praktisch und aktiv. Sie werden im Maxcine an Nachmittagen, Wochenenden oder in Ferien-Projekten zu "Young Scientists". Mit Spektiven, Messgeräten, Kamerafallen und viel Neugier taucht der Nachwuchs so in die Welt der Wissenschaftler ein. Mit besonders interessierten Kindern haben die Forscher 2016 sogar erstmals eine Reise nach Spanien unternommen, um die Bodenseestörche auf ihrer Flugroute zu begleiten und wissenschaftlich zu dokumentieren.

Dabei lernen die Profis sogar mitunter von den Nachwuchsforschern: "Sie sind eine Bereicherung für die Wissenschaft, denn sie stellen oft ganz andere Fragen als Erwachsene. Von der Neugier und Leidenschaft der jugendlichen Forscher können wir eine Menge lernen", sagt Babette Eid. Bei den Stadtgeschichten wird sie mit Kindern und dem Leiter des Instituts, Michael Wikelski, auf der Bühne im Milchwerk stehen.