Radolfzell Illegales Autorennen in der Innenstadt von Radolfzell endet im Schaufenster

Zwei junge Männer liefern sich in der Innenstadt von Radolfzell ein Autorennen. Bei der wilden Fahrt passiert ein Unfall: Einer der Fahrer kracht erst in eine Grundstücksmauer und Ampelmasten und anschließend in eine Schaufensterscheibe. Er bleibt unverletzt. Der Schaden geht in die Zehntausende.

Update 22.09.: Die Polizei ging erst von einem illegalen Straßenrennen aus, dies kann zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen jedoch nicht bestätigt werden. Die Polizei rückt von ihrer vorherigen Meldung ab.


Zwei junge Männer haben sich in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch ein illegales Autorennen in der Radolfzeller Innenstadt geliefert. Als einer der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert, reißt er einen Ampelmasten aus der Verankerung und rast anschließend in ein Schaufenster. Den Gesamtschaden schätzen die Beamten auf rund 30 000 Euro. Laut Bericht der Polizei seien die beiden Fahrer zunächst auf der Böhringer Straße in Richtung Stadtzentrum unterwegs gewesen. Auf der Höhe der abknickenden Vorfahrtstraße im Bereich einer Baustelle lenkten sie ihre Fahrzeuge in die Bismarckstraße.

Normalerweise ist auf der gesamten Straße ein Tempo von 30 Kilometer pro Stunde erlaubt. An dieser Stelle starten die beiden jungen Fahrer ihr illegales Straßenrennen. Für einen der beiden Männer, einem 25-Jährigen, endet das illegale Rennen nach fast 350 Metern in dem Schaufenster eines Friseurgeschäfts. Laut Mitteilung der Polizei sei der junge Mann im Bereich eines grauen Baucontainers ins Schleudern geraten. Der Fahrer prallte mit seinem Auto zunächst gegen eine Grundstücksmauer und einen Ampelmasten. Anschließend wird das Auto durch den Aufprall gegen die Schaufensterscheibe geschleudert. Trotz der Wucht des Aufpralls bleibt der 25-Jährige Fahrer unverletzt.

Betrunkener fährt ohne Zulassung

Der Schaden an seinem Wagen schätzt die Polizei auf rund 15 000 Euro. Eine Überraschung erlebten die Beamten bei der Überprüfung des Rennwagens eines 21-jährigen Fahrers: Das Auto ist überhaupt nicht zugelassen. Zudem stand der Fahrer unter Alkoholeinwirkung. Seinen Führerschein ist der Mann vorerst los. Die durch den Aufprall zu Bruch gegangene Schaufensterscheibe sei laut Polizeibericht vom Technischen Hilfswerk provisorisch gesichert worden.

Der total beschädigte Pkw des 25-Jährigen wurde hingegen von einem Abschleppdienst aufgeladen und abtransportiert. Zur Beseitigung des Ampelmastens waren die technischen Betriebe Radolfzell im Einsatz. Die beiden jungen Autofahrer machten zum Vorfall unterschiedliche Angaben. Aufgrund dessen bittet die Polizei etwaige Zeugen, sich mit dem Verkehrskommissariat Mühlhausen-Ehingen, Tel. (0 77 33) 99 60-0, in Verbindung zu setzen.
 

Gesetzeslage: Teilnahme an illegalen Autorennen wird zu Straftatbestand

Raser müssen sich künftig bei illegalen Autorennen und anderen lebensgefährlichen Tempofahrten auf deutschen Straßen auf deutlich härtere Strafen einstellen. Ein Gesetzentwurf, den der Bundestag Ende Juni verabschiedete und vom Bundesrat im September grünes Licht bekam, sieht bis zu zehn Jahre Gefängnis vor. Auch Fahrzeuge und Führerscheine von Beteiligten können eingezogen werden.

Wer illegale Rennen veranstaltet oder daran teilnimmt, soll künftig mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden - und mit bis zu zehn Jahren, wenn jemand dabei schwer verletzt oder getötet wird. Dafür wird ein neuer Straftatbestand eingeführt. Erfasst werden sollen auch Fahrer, die unabhängig von solchen Rennen "grob verkehrswidrig und rücksichtslos" rasen. Bisher wird die Teilnahme an illegalen Rennen mit 400 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot geahndet. Erfasst werden soll künftig schon der Versuch, solche Rennen zu organisieren.

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