Die Wahl des Teamnamens beim Start zur Bildersuchwanderung auf der Stahringer Homburg gab einen ersten Hinweis auf die Siegerteams. Team „Adlerauge“ der Güttinger Familie Müller gewann bei den Erwachsenen, bei den Kinderteams rollten die Stahringer Jungs Ben Strittmatter und Louis Apel mit dem Namen „Die Letzten von hinten“ das Feld von hinten auf.

Nachdem die letztjährige Wanderung bei herrlichem Frühlingswetter mit 570 registrierten Wanderern alle Rekorde knackte, zeigte sich in diesem Jahr bei eher herbstlichen Temperaturen und zahlreichen Regenschauern die wahre Anziehungskraft der seit Jahrzehnten beliebten Wanderung. „Trotz widrigen Wetters starteten rund 400 Wanderer in 93 Gruppen, davon 22 Kindergruppen“, freute sich Hauptorganisator Walter Drexler über die gute Resonanz. Ausgestattet mit einem Bilderbogen, starteten bereits um 9 Uhr die ersten Teams auf die sechs Kilometer lange Strecke. Walter Drexler hatte gemeinsam mit seinen Helfern kleinste Details wie Kerben im Baumstamm oder Ästeformationen für die 20 Bildmotive ausgewählt und fotografiert.

Auch die Kleinsten wanderten mit und freuten sich beim anschließenden Fest über eine Spritztour auf dem Traktor. Von links: Paul, Sophia, Maja, Diana, Jonas und Ida. Bild: Petra Reichle
Auch die Kleinsten wanderten mit und freuten sich beim anschließenden Fest über eine Spritztour auf dem Traktor. Von links: Paul, Sophia, Maja, Diana, Jonas und Ida. Bild: Petra Reichle

Manche Aufgaben liegen nahe beieinander

„Jetzt kommt ein Doppelschlag“ – erfahrene Bildersuchwanderer wie Simone Jerg, die mit dem Frauenteam „Immer locker bleiben“ unterwegs war, wusste, worauf es ankam. Denn Walter Drexler sucht auch gerne mal zwei Motive in unmittelbarer Nähe aus. Klar im Vorteil waren auch Teams mit Rechtschreibstärke, sie fanden das Motiv mit dem abgebildeten Schriftzug „ende“ auf dem Schild des „Bendelhofs“ und hielten nicht vergeblich nach dem Wort „Gelände“ Ausschau.

Denise Drexler und Steffi Balla machten bereits zum 32. Mal bei der Bildersuchwanderung mit und freuten sich, dass sie den traditionellen Ausflug an Christi Himmelfahrt inzwischen mit ihren eigenen Kindern erleben können.

Lassen sich auch von kräftigen Regenschauern nicht die gute Laune verderben: Simone Jerg (links) und Mirjam Muffler (rechts) aus dem Team "Immer locker bleiben" sowie Mariella Kramer und Lilli Jerg, die bei den Kinderteams einen der vorderen Plätze belegten. Bild: Petra Reichle
Lassen sich auch von kräftigen Regenschauern nicht die gute Laune verderben: Simone Jerg (links) und Mirjam Muffler (rechts) aus dem Team "Immer locker bleiben" sowie Mariella Kramer und Lilli Jerg, die bei den Kinderteams einen der vorderen Plätze belegten. Bild: Petra Reichle

Besonderes Abschnitte der Wanderung waren die drei Kontrollpunkte, an denen es weitere Aufgaben zu lösen galt. So mussten die Kindergruppen unter anderem Fußballwappen verschiedener Bundesligavereine erkennen, die Namen europäischer Hauptstädte nennen und Blätter heimischer Bäume identifizieren. Kinder- und Erwachsenenteams hatten auch gemeinsame Aufgaben, wie zum Beispiel den Umfang eines Baumes zu schätzen. Hier griffen die Wanderer zu den erstaunlichsten Mitteln, wie Walter Drexler zu berichten wusste. „Es gab die tollsten Versuche den Umfang zu messen. So hat eine Wanderin den Baum umarmt, um so den Umfang besser schätzen zu können“, berichtete Walter Drexler bei der Siegerehrung. Der passionierte Naturliebhaber erläuterte alle Motive und freute sich gemeinsam mit allen Helfern, dass sich die wochenlangen Vorbereitungen ausgezahlt hatten. Mit 980 von 1100 möglichen Punkten siegte bei den Kindern das Team „Die Letzten von hinten“. 977 Punkte erzielte das Siegerteam „Adlerauge“ bei den Erwachsenen – eine beachtliche Leistung, bestand das Team doch lediglich aus zwei Erwachsenen, mit tatkräftiger Unterstützung von drei Kleinkindern.

 

Rätseln in idyllischer Kulisse

"Raus aus dem Auto – Rein in die Natur" lautet die Devise der vom Stahringer Turn- und Sportverein seit Jahrzehnten ausgerichteten Veranstaltung, die vom ersten Tag an von Naturliebhaber Walter Drexler unterstützt wurde. Die Wanderung führt rund um die hochmittelalterliche Burgruine Homburg, die auf 624 Meter Höhe eine herrliche Fernsicht über den Hegau und Bodensee bietet. Bei der Wanderung sind auf einer etwa sechs Kilometer langen Strecke 20 auf einem Bildbogen vorgegebene Motive zu finden.