Viele Menschen in Radolfzell und Umgebung haben sich während der diesjährigen Hitzeperiode in den umliegenden Seen, Strand- oder Schwimmbädern abgekühlt. Die Pächter der Kioske am Buchensee und am Böhringer See freuen sich über diese Entwicklung und ziehen kurz vor Saisonende eine zufriedene Zwischenbilanz über ihren Sommer.

Böhringer See

Bayram Ünal ist der Neffe von Gülcin und Muharrem Ünal, die den Kiosk am Böhringer See gepachtet haben. Laut ihm sind durch die Spitzentemperaturen die Besucherzahlen in diesem Jahr gestiegen. "An weniger gut besuchten Tagen sind es ungefähr 50 bis 60 Gäste. An gut besuchten Tagen mindestens 150", sagt der 34-Jährige.

Am Böhringer See können die Menschen die letzten Sonnenstrahlen genießen, bevor der Herbst endgültig Einzug in Deutschland hält.
Am Böhringer See können die Menschen die letzten Sonnenstrahlen genießen, bevor der Herbst endgültig Einzug in Deutschland hält. | Bild: Lisa Liebsch

Trotz steigender Besucherzahl noch genug Platz und Zeit

Der Kiosk des Böhringer Sees sei aber nie überfüllt und das Team habe Gäste ohne lange Wartezeiten mit Essen und Getränken versorgen können. "Wir können den Überblick behalten und es ist nicht zu stressig", lautet das Fazit von Bayram Ünal. Die Wasserqualität sei trotz lang andauernder Hitze unverändert geblieben. "Das Wasser spielt mit. Die Qualität ist gut und wird von der Stadt Radolfzell ständig überprüft". Zudem sei der Böhringer See von einem niedrigen Wasserstand weniger betroffen als der Bodensee. "Der Pegel ist nur leicht gesunken", sagt der 34-Jährige. Zu den weniger gut besuchten Tagen äußert sich der Neffe der Pächter wie folgt: "Viele Einheimische gehen in den Urlaub und so fallen zeitweise Stammgäste weg. Es kommen wiederum aber einige, die hier Urlaub machen". So sei die Arbeit nicht ausgeblieben. "Bis jetzt war's ein super Sommer. Wir hatten tolles Wetter und keine Komplikationen", sagt Bayram Ünal.

Buchensee

Auch im Buchenseebad in Güttingen äußert sich Pächterin Rita Da Silva Sum positiv zur laufenden Saison. "Es sind mehr Touristen da und das Wetter war bombig", sagt die 43-Jährige. Während der wärmsten Tage sei der Buchensee sehr gut besucht gewesen. Die Pächterin habe unter den Gästen auch einige neue Gesichter entdeckt. "Es waren viele aus dem Norden, aus Sachsen oder Berlin, und natürlich Stammgäste da", berichtet Da Silva Sum.

Viele Badegäste hat es in diesem Jahr an den Buchensee gezogen. Dort lassen sich die Temperaturen entspannt aushalten.
Viele Badegäste hat es in diesem Jahr an den Buchensee gezogen. Dort lassen sich die Temperaturen entspannt aushalten. | Bild: Lisa Liebsch

Die Trockenheit habe den Wasserstand nicht beeinträchtigt. "Wir und die Gäste bemerken keinen Unterschied." Der 43-Jährigen zufolge haben einige Leute sogar bewusst den Buchensee gewählt, weil der Pegel unverändert geblieben sei. Ein monatliches Zertifikat würde eine unveränderte Wasserqualität bestätigen. "Das einzige Problem sind Parkplätze", stellt die Pächterin fest.

Parkplatzsituation ist ein Problem

Für den Besucherandrang gebe es nicht genügend Stellflächen. Manche Gäste verlassen laut Da Silva Sum das Bad wieder, weil sie keine Möglichkeit finden, ihr Auto abzustellen. "Das einzig Gute ist, dass so die Besucherzahlen zum Betrieb passen." Seitdem es wieder kühler wird, sei teils weniger los. "Solange es nicht zu kühl wird, machen wir aber auf jeden Fall weiter".

Rita Da Silva Sum ist die Pächterin des Buchenseebades in Güttingen. Mit der diesjährigen Saison ist sie bisher sehr zufrieden.
Rita Da Silva Sum ist die Pächterin des Buchenseebades in Güttingen. Mit der diesjährigen Saison ist sie bisher sehr zufrieden. | Bild: Lisa Liebsch

Wie der Sommer für Strandbäder in Radolfzell und auf der Höri war, berichten wir noch.