In der Region kursiert ein Sprichwort: Alles, was zweimal stattfand, hat Tradition. Das wissen auch Markus Dufner und Wolfgang Frey von der Überlinger Marketing- und Eventagentur MCD Sportmarketing. Wenn vom Mittwoch, 9. September, bis zum Sonntag, 13. September, das dritte Milchwerk Musik Festival steigt, verwandelt sich das Milchwerk abermals für fünf Tage in eine Festivalbühne.

Die Handys gezückt: Im vergangenen Jahr kamen rund 4500 Besucher zu den fünf Konzerten des Milchwerk Musik Festivals 2019. Bild: Anna-Maria Schneider
Die Handys gezückt: Im vergangenen Jahr kamen rund 4500 Besucher zu den fünf Konzerten des Milchwerk Musik Festivals 2019. Bild: Anna-Maria Schneider | Bild: Schneider, Anna-Maria

Laut Dufner wolle man mit dem Milchwerk Musik Festival beständiger Gast im Tagungs- und Kulturzentrum der Stadt bleiben. „Es wäre wirklich schön, wenn wir mit dem Festival eine traditionelle Veranstaltung schaffen können“, betont er. Es sei von vornherein das Anliegen gewesen, die Konzerte langfristig zu etablieren. „Unser Konzept und das Milchwerk passen einfach zusammen“, so Dufner weiter.

Fünf Tage lang Musik

Fünf Tage lang soll auch 2020 im Milchwerk gefeiert, getanzt und gesungen werden. Und dieses Quintett an Künstlern ist mit dabei. Oder wie Wolfgang Frey es sagen würde: „Wir legen 2020 bei der Qualität an Künstlern noch einmal eines drauf.“

Der Oerding kommt

Gleich zum Auftakt am Mittwoch, 9. September, versprechen die Macher von MCD Sportmarketing einen echten Kracher: Der deutsche Popkünstler Johannes Oerding gibt sein Stelldichein im Milchwerk. Er kommt mit seiner Tour „Konturen“ nach Radolfzell. „Das ist eine echte Rampensau. Er erreicht seine Zuhörer binnen weniger Minuten“, verspricht Wolfgang Frey. Knapp 1000 Tickets für den Auftritt von Johannes Oerding sind laut Frey bereits vergriffen.

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Reim, der Lokalmatador

Zum ersten Mal im Potpourri des Milchwerk Musik Festivals taucht die Musikrichtung Schlager auf. „Wir wollen auch neue Bereiche bedienen“, verspricht Frey, „und da haben wir gleich einen Musiker hier um die Ecke gefunden.“ Denn am Donnerstag, 10. September, wird Matthias Reim dem Radolfzeller Publikum einheizen. Reim habe seine Fans, auch hier in der Region. „Die rennen uns bereits die Türen ein, 1000 Karten sind schon verkauft“, so Frey.

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Kleine Frau mit großer Stimme

Zahlreiche Gold- und Platinalben hat sie bereits veröffentlicht. Nun kommt Annett Louisan ins Milchwerk. Am Freitag, 11. September, wird sie in Radolfzell Halt machen. Mit ihrer fünfköpfigen Band präsentiert sie erstmalig ihre neuen Songs. „Nach ihrer Babypause ist sie endlich wieder zurück auf der Bühne“, sagt Frey erfreut. Ende März 2019 hat Louisan ihr langerwartetes Album „Kleine große Liebe“ veröffentlicht, woraus sie auch in Radolfzell singen werde.

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Willkommen im Club

Heimelig soll es werden mit Musikern quasi zum Anfassen. Am Samstag, 12. September, wird es erstmals einen Liederabend mit zwei Musikerinnen geben. Anne Haigis, die seit Jahrzehnten ihr Publikum begeistert, und Newcomerin Ina Regen werden die Besucher in ihre Welt der Töne und Beats entführen. „Dabei wird der große Saal im Milchwerk zum ersten Mal in eine Art Club verwandelt“, verspricht Frey. Platz soll für 300 Zuhörer geschaffen werden. Wie dies möglich ist, erklärt Erik Hörenberg, Leiter des Tagungs- und Kulturzentrums: Die neue Zuschauertribüne könne schnell und flexibel verschoben werden. „Die Atmosphäre wird genial“, so Hörenberg. Vor der Tribüne wird es lediglich fünf Stuhlreihen geben. Zudem werden die Seitenflügel mit großen schwarzen Vorhängen verdeckt. „Wir haben uns bewusst für diese Art entschieden, denn diese beiden tollen Sängerinnen eignen sich nicht für große Hallen, denn sie haben keine große Band im Schlepptau. Das soll alles sehr intim werden“, sagt Frey.

Acappella darf nicht fehlen

Radolfzell und A cappella funktioniert. Das hat der Auftritt von Naturally Seven im vergangenen Jahr bewiesen. „Diese Musikart wird hier bestens angenommen“, betont Frey. Auch in diesem Jahr kommen die Fans der reinen Stimme beim Auftritt von Onair am Sonntag, 13. September, voll auf ihre Kosten. „Was die Jungs mit ihrer Stimme alles machen, das ist grandios, hervorragend und überzeugend“, sagt Organisator Wolfgang Frey. Er zähle sie spätestens nach ihrem sensationellen Erfolg beim Grand Prix der A-cappella-Bands in der russischen Hauptstadt Moskau zur Weltspitze der Vokalkünstler.

Max Giesinger genoss 2019 den Kontakt zu seinem Publikum. Bei seinem Konzert im Milchwerk tauchte er in die Menge seiner Fans. Bild: Natalie Reiser
Max Giesinger genoss 2019 den Kontakt zu seinem Publikum. Bei seinem Konzert im Milchwerk tauchte er in die Menge seiner Fans. Bild: Natalie Reiser

Schirmherr ist auch in diesem Jahr Oberbürgermeister Martin Staab. Und der hat seine ganz eigene Meinung zum Milchwerk Musik Festival. „Der Erfolg der vergangenen Jahre hat gezeigt, welche Anziehungskraft hochkarätige Künstler und erstklassige Musiker haben. Begeisterung pur für tausende Menschen und das alles in Radolfzell. Das Milchwerk Musik Festival ist eine große Bereicherung für die Musikstadt am Bodensee und die Musikfans der Region“, betont er.

Laule lobt die Musikstadt Radolfzell

Auch Bürgermeisterin Monika Laule hob hervor, dass die Kombination aus Musikfestival und Radolfzell seit 2018 bestens funktioniere: „Wir hatten mit diesem Format bisher tolle Erfolge. Das Festival hat sich weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht.“ Viele Menschen in der Region warten schon darauf, dass es endlich September werde und das Format für fünf Tage wieder ins Milchwerk einziehe. „Unser Milchwerk eignet sich perfekt für eine solche Art von Veranstaltung“, so Laule. Die Bürgermeisterin betont, wie sehr Radolfzells gute Stube von Nutzern, etwa der Südwestdeutschen Philharmonie, aufgrund des Klangerlebnisses gelobt werde. „Radolfzell will das Bild der Musikstadt weiter stärken. Deswegen würden wir uns in der Stadtverwaltung eine weitere Zusammenarbeit auf mehrere Jahre wünschen“, sagt Laule. Denn über die Testphase sei man im dritten Jahr der Veranstaltung schon lange hinaus.

4500 Zuhörer kamen 2019 zur zweiten Auflage

Wolfgang Frey und Markus Dufner sind stolz darauf, wie sich das Milchwerk Musik Festival im dritten Jahr entwickelt hat. Vor allem mit Blick auf die Besucherzahlen. Binnen eines Jahres haben die sich nämlich fast verdoppelt. Bei der Premiere 2018 pilgerten 2800 Musikbegeisterte ins Milchwerk. Ein Jahr später waren es bereits 4500. „Unser Konzept wird angenommen“, freut sich Dufner. Er hoffe auch in diesem Jahr, dass ein guter Mix aus Künstlern und Musikstilen entstanden sei. „Die Musikauswahl stimmt“, sagt er.

Fünf Konzerte, fünf Musikrichtungen

  • Keine musikalische Massenware: Unterschiedliche Musikgenre, eine hohe Qualität und eine Absetzung von musikalischer Massenware – laut den beiden Organisatoren Markus Dufner und Woflgang Frey von der Marketing- und Eventagentur MCD Sportmarketing steht das dritte Milchwerk Musik Festival genau hierfür. „An fünf Abenden wollen wir unseren Gästen fünf verschiedene Musikrichtungen auf der Bühne präsentieren“, betonen sie.
  • Platz für bis zu 2000 Personen: Laut Erik Hörenberg, Leiter des Milchwerks, bieten die ersten zwei Konzerte Platz für jeweils bis zu 2000 Besucher. Beim kleinen Clubkonzert von Anne Haigis und Ina Regen haben rund 300 Personen auf Stühlen Platz. „Beim Auftritt von Annett Louisan und Onair wird der große Saal ebenfalls bestuhlt“, so Hörenberg. Dadurch ergebe sich eine Kapazität von 900 bis 1000 Besuchern. Insgesamt hoffen Frey und Dufner, die Besucherzahlen aus dem Vorjahr übertreffen zu können.
  • Die Eintrittspreise fürs Milchwerk: So unterschiedlich die Musikrichtungen sind, so unterschiedlich sind auch die Preise. Karten für Johannes Oerding gibt es ab 49,40 Euro. Die weiteren Tickets gibt es ab 47,90 Euro (Matthias Reim), 42,80 Euro (Annett Louisan), 25,20 Euro (Anne Haigis und Ina Regen) und 42,80 Euro (Onair). Der Vorverkauf läuft bereits. Karten gibt es in der SÜDKURIER-Geschäftsstelle in der Schützenstraße 12 in Radolfzell, unter www.reservix.de oder bei der Touristinfo Radolfzell. Neu ist in diesem Jahr ein Wochenend-Ticket von Freitags bis Sonntag, das übertragbar ist sowie VIP-Karten für alle Konzert auf der Empore des Milchwerks mit separatem Eingang und einem Treffen mit den Stars. (mgu)