Wenn es brennt, dann muss es schnell gehen. Damit im Fall der Fälle die Handgriffe und Abläufe stimmen, müssen die Tätigkeiten regelmäßig geübt werden. Genau das hat die Freiwillige Feuerwehr Radolfzell und die Abteilung aus Güttingen am Montagabend getan.

Ab 20 Uhr rollte ein großes Aufgebot an Kräften auf den Radolfzeller Marktplatz, um einen angenommenen Brand im Österreichischen Schlösschen zu löschen und eingeschlossene Personen zu retten.

Theaternebel im Treppenhaus

Insgesamt rund 35 Einsatzkräfte waren an der Übung beteiligt, bei der unter anderem der Leiterwagen, ein Abrollbehälter und mehrere Fahrzeuge zum Einsatz kamen. Die Übungsannahme war ein Brand im ersten Stockwerk der Stadtbibliothek, der von der automatischen Brandmeldeanlage des Gebäudes an die Einsatzzentrale gemeldet wurde.

Vor Ort angekommen, sahen sich die Einsatzkräfte mit verschiedenen Aufgaben konfrontiert. Weil ein Handwerker versehentlich eine Brandschutztür im Gebäude nicht geschlossen hatte, war das gesamte Treppenhaus – in diesem Fall mit Theaternebel – verraucht. In die Obergeschosse hatten sich insgesamt sieben eingeschlossene Personen geflüchtet, die nun gerettet werden wollten.

Eine Flut von Informationen

Auf die ersten Einsatzkräfte vor Ort prasselte eine Flut von Informationen ein, die es richtig einzuschätzen galt. „Die Einsatzkräfte wissen vor der Abfahrt nicht, um welche Schadensannahme es sich handelt“, erklärte Tobias Oechsle, stellvertretender Dienststellenleiter in der Feuerwehrwache Radolfzell.

Zusammen mit drei weiteren Beobachtern verfolgte er vor Ort den Einsatz. „Wir üben immer gerne in der Innenstadt. Das ist anspruchsvoller wegen der engen Straßen und wir haben eine andere Bausubstanz“, erklärte er.

Nachbesprechung in der Feuerwache

Das Vorgehen teilte sich in drei Bereiche auf: Es galt, mit Schläuchen die Brandbekämpfung einzuleiten, mit der Drehleiter eine Rettung vorzunehmen und Rückschlüsse aus der Brandmeldeanlage zu ziehen.

Nach rund anderthalb Stunden war alles vorbei und die Aufräumarbeiten konnten beginnen. Im Anschluss trafen sich alle Beteiligten zu einer Nachbesprechung in der Wache.