Nach Polizeiangaben bog die Fahrerin eines Toyotas von der Steißlinger Straße nach links in die Böhringer Straße ein und übersah dabei einen auf der Landesstraße 226 von rechts mit vermutlich überhöhter Geschwindigkeit heranfahrenden Mercedes AMG. Durch den Aufprall wurde eines der beiden Fahrzeuge etwa 40 Meter über die Fahrbahn geschleudert.

Die Fahrerkabine des Toyotas.
Die Fahrerkabine des Toyotas. | Bild: Feuerwehr Radolfzell

Die Feuerwehr wurde nach eigenen Angaben um 22.54 Uhr alarmiert. Die schwer verletzte Fahrerin des Toyotas war in ihrem stark deformierten Fahrzeug eingeklemmt. Während der medizinischen Erstversorgung und Stabilisierung durch die anwesenden Notärzte und den Rettungsdienst wurden zu der eingeklemmten Fahrerin von der Beifahrerseite und über die Heckklappe mittels hydraulischer Spreizgeräte weitere Zugänge geschaffen. Im Innern des Fahrzeuges mussten hydraulische Rettungsgeräte eingesetzt werden, um die an Beinen und Füßen eingeklemmte Frau befreien zu können.

Das Auto der Frau wurde stark verformt.
Das Auto der Frau wurde stark verformt. | Bild: Feuerwehr Radolfzell

Die beiden Verletzten wurden vom Rettungsdienst in die Krankenhäuser Singen und Konstanz transportiert.

Behinderung durch Schaulustige

Während der Rettungsarbeiten mussten Schaulustige mehrfach aufgefordert werden, Abstand zu halten. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der eingeklemmten, schwer verletzten Person, musste die Feuerwehr letztendlich eine mobile Sichtschutzwand aufbauen.

Lobenswert war das Engagement von Ersthelfern, die bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungsdienst die Verletzten versorgten und betreuten. Das teilt die Polizei in einer Pressemitteilung mit. 

Bei der Unfallaufnahme sei zudem festgestellt worden, dass der 23-jährige Mercedes-Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Den bei dem Unfall verursachten Schaden schätzt die Polizei auf 56.000 Euro. 

Auch der Mercedes wurde beschädigt.
Auch der Mercedes wurde beschädigt. | Bild: Feuerwehr Radolfzell