Mit insgesamt 1170 Teilnehmern gingen gestern so viele Läufer wie noch nie beim Radolfzeller Firmenlauf auf die Strecke. Damit wurde der bisherige Teilnehmerrekord aus dem vergangenen Jahr noch einmal dramatisch erhöht. Da waren insgesamt 916 Menschen an den Start am Untertorplatz gegangen.Wie immer beim Firmenlauf stand auch gestern der gute Zweck im Vordergrund der Veranstaltung. Für jede absolvierte Runde der Teilnehmer spendierten die Stadtwerke Radolfzell einen Euro für ein soziales Projekt in der Region. Im vergangenen Jahr wurden immerhin 2628 Euro an den Tafelladen in Radolfzell überwiesen. Mit dem neuen Teilnehmerrekord kann man dementsprechend mit einer noch höheren Summe in diesem Jahr rechnen.

„Das toppen wir bestimmt in diesem Jahr“, orakelte Moderator Michael Fleiner vor dem Beginn des Wettbewerbs. Als dann pünktlich um 17 Uhr OB Martin Staab die Startklappe fallen ließ, gab es kein Halten mehr. In Schlangenlinien ging es durch die Radolfzeller Altstadt. Das Tempo war indes nur bei wenigen Startern von großer Wichtigkeit. Die ganz große Mehrzahl der Teilnehmer wollte (und so mancher musste wohl auch) die 1,6 Kilometer lange Strecke vor allem bewältigen. Wem eine oder zwei Runden zu wenig erschienen, der durfte maximal vier Runden in der Stadt laufen. „Wenn schon, denn schon. Natürlich laufe ich vier Runden“, erklärte zum Beispiel Karin Vögele von Immobilien Manz. In den Wettstreit der großen Unternehmen konnte sie mit ihren zwei Kollegen dabei nicht treten.

Zahlreiche Zuschauer klatschten Beifall

Im vergangenen Jahr war das Unternehmen Aptar mit den meisten Teilnehmern und Runden das größte Team beim Firmenlauf. Daran änderte sich auch in diesem Jahr nichts. Mit 311 gelaufenen Runden setzten sie sich deutlich gegenüber BCS Automotive Interface Solutions ab, die mit 253 gelaufenen Runden ein ebenfalls beachtliches Ergebnis erzielten. Unterstützt wurden die Läufer auch in diesem Jahr wieder auf unterschiedliche Art und Weise. Am Straßenrand verfolgten zahlreiche Zuschauer das Geschehen und feuerten die Läufer mit aufmunterndem Klatschen an. An der Ecke Schützenstraße/Post- und Höllstraße wurden sie außerdem noch mit Sambaklängen einer Trommelgruppe rhythmisch angestachelt.

Nach den vier Runden, die Moderator Michael Fleiner mit einer ebenso großen Leistung verbal begleitet hatte, fanden sich die Menschen dann auf dem Untertorplatz wieder ein, wo eine professionelle Zeitmessung alle Läufer elektronisch erfasste. Die schnellste Frau über vier Runden war Eva Sandrock (Sybit GmbH) in 28,07 Minuten und schnellster Läufer Stefan Thiel (BKK Linde) in 23,38 Minuten. Damit waren beide schneller als die Vorjahressieger, was sicherlich auch den guten äußeren Bedingungen zuzuschreiben ist. Denn während es im vergangenen Jahr extrem heiß war, konnten die Läufer gestern bei 20,4 Grad und Rückenwind, also bei idealen Bedingungen, ihrem Sport nachgehen.

Bilderstory im Internet:
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