Radolfzell – Wie kann eine Stadt Wohnraum schaffen, ohne neu zu bauen? Dieses Thema möchte die Freie Grüne Liste Radolfzell in einer Diskussionsrunde am Mittwoch, 27. Juni, um 19 Uhr, erörtern. Die interessierte Bevölkerung ist dazu ins Mehrgenerationenhaus eingeladen. Fünf Fachleute mit unterschiedlicher Sichtweise werden laut einer Mitteilung der FGL ihre Argumente zu diesem Thema in die Runde einbringen. Diese sind der Buchautor Daniel Fuhrhop, der Vorsitzende des Mieterbunds Konstanz Herbert Weber, der Vorsitzende des Radolfzeller Wohnprojekts WIR Ulrich Schmidt, der Vorsitzenden der Architektenkammer Konstanz Gerhard Maier und Dr. Antje Boll, stellvertretende Regionalgeschäftsführerin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Diskussionsleitung hat Xaver Müller.

Steigende Mieten und Leerstand

Die Immobilien- und Mietpreise in Radolfzell steigen, viele Menschen würden nach Wohnraum suchen und dieStadt benötige dringend Anschlussunterkünfte für Geflüchtete. Andererseits gebe es in Radolfzell undden Ortsteilen Leerstand und Baulücken, wie die FGL weiter mitteilt. Dies sei die Grundlage für die Podiumsdiskussion. Der Abend beginne mit einem Blick über den Tellerrand: Daniel Fuhrhop werde in einem Impulsvortrag seinen besonderen, mitunter provozierenden Blick auf die Lage beim Bauen und Wohnen in Deutschland werden. Nach der Diskussion der Podiumsteilnehmer habe das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Ressourcen ausschöpfen

Der FGL sei bei der Diskussion auch wichtig, wie Wege gefunden werden können, alle Potenziale und Ressourcen im Bestand auszuschöpfen und weiterzuentwickeln. Dies angesichts des ständig steigenden Flächenverbrauchs für Wohnen und Gewerbe. Weitere Fragewürden sein: Wie kann die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen sowie die Anschlussunterbringung für Geflüchtete mit den Erfordernissen des Umwelt- und Klimaschutzes in Einklang gebracht werden? Die Fraktion der Freien Grünen Liste (FGL) Radolfzell habe hierzu bereits zwei Anträge in den Gemeinderat eingebracht. In den letzten Haushaltsberatungen stimmte der Gemeinderat mit großer Mehrheit dem FGL Antrag auf Einrichtung eines Flächen- und Wohnraummanagements zu. Aktuell habe die FGL Fraktion einen Antrag zur Gründung einer städtischen Wohnungsgesellschaft, einer Initiative für ein „Regionalkonzept Wohnen im Landkreis Konstanz“ und zur Entwicklung von weiteren Maßnahmen, zum Beispiel zur Förderung von Wohnungsanpassung, in den Gemeinderat eingebracht. Die FGL lädt gemeinsam mit dem Kreisverband Konstanz von Bündnis 90/Die Grünen ein. Der Eintritt ist frei.