Eine wunderschöne Blühfläche auf einer bisher städtisch gepflegten Grünfläche bietet sich aufmerksamen Betrachtern, die einen Spaziergang durch Liggeringen machen oder auch mit dem Auto unterwegs sind. Eine cirka 40 Quadratmeter große öffentliche Fläche im Kreuzungsbereich der Dettelbachstraße in Liggeringen wurde von den technischen Betrieben im Frühjahr als Blühwiese angelegt, so die Mitteilung der Ortsverwaltung Liggeringen.

Seit einigen Wochen blühen dort unzählige unterschiedliche Blumen und Wildkräuter, welche das Ortsbild verschönern und auch eine Bereicherung und Aufwertung vom bisherigen eintönigen Straßenbegleitgrün darstellen.

Damit ist neben der vorhandenen Straßenkreuzung auch wieder ein Lebensraum und eine Nahrungsquelle für Insekten, Wildbienen und viele weitere Arten entstanden. Außerdem bietet der geringe Pflegeaufwand Vorteile und es können langfristig Pflegekosten eingespart werden. Die bisherige Rasenfläche musste laut Ortsverwaltung bis zu zehn Mal im Jahr von Mitarbeitern der städtischen Betriebe gemäht werden.

Damit habe die Stadt, wenn auch nur mit einer kleinen Blühfläche im Ortskernbereich, eine insektenfreundliche Gestaltung und Vernetzung von ökologischen Ausgleichsflächen als kleines Beispiel geschaffen.

Es gäbe sicher noch sehr viele öffentliche Flächen im Stadtgebiet und in den Ortsteilen, wo ähnliche Blühstreifen und Blühflächen geschaffen werden könnten. Dazu merkt Ortsvorsteher Hermann Leiz an, die Diskussion bei den Bauern aus dem Bodenseegebiet in Kaltbrunn habe gezeigt, dass es in der Landwirtschaft bereits viele solcher Beispiele geben würde, wo Landwirte großflächig Blühwiesen anlegten, um die Artenvielfalt zu fördern und damit sogar die Kommunen mit solchen Artenvielfaltsflächen übertrumpften. „Es gibt noch so viele Potenziale die genutzt werden könnten, ohne ein Volksbegehren deshalb heraufbeschwören zu müssen“, merkt Leiz an. Vorschläge seien von den Landwirten in großer Zahl gemacht und mit vorhandener Bereitschaft signalisiert worden.