Während die Stadt unter der Sommerhitze ächzte, zog der Erlebnissamstag "Ente Ahoi" unverhofft mehrere tausend Besucher in die Radolfzeller Kernstadt. "Wir sind völlig erstaunt. Es waren mehr Besucher in der Stadt, als wir je erwartet hatten", sagte Barbara Burchardt von der Aktionsgemeinschaft Radolfzell. Während andere Städte ihre Seen oder Bäche für die Marketingidee nutzen, so bauen die Radolfzeller ihre Wasserbahn mitten in die Stadt hinein. Das gibt es nirgends im Landkreis. Doch leider zum letzten Mal: Nach einer Dekade feuchtfröhlichen Spaßes will der Aktionskreis neue Ideen entwickeln.

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Aufwändige Konstruktion durch die Innenstadt

Das Glücklichmachen von Kindern ist in Radolfzell eine Triebkraft für das Engagement ehrenamtlicher Helfer. Dabei wurde erneut der Einsatz der Feuerwehr deutlich: "Es ist die Freude in den Gesichtern der Kinder zu sehen", sagte Feuerwehrmann Robert Baldauf. 360 Meter war die Rennbahn insgesamt lang, dafür verkuppelten Feuerwehrmänner Teilschläuche zu zwei langen Reihen, schlossen deren Enden ab und füllten sie zur Hälfte auf. Dann legten sie die Rennbahn in Form, verkleideten sie mit Planen und füllten die Schläuche prall mit Wasser. Mit großer Freude baute die Feuerwehr mehr Hügel und Hindernisse ein denn je.

Die Freiwillige Feuerwehr bereitete die Hauptattraktionen beim Erlebnissamstag vor (von links): Robert Baldauf, Tim Jäger, Kommandant Helmut Richter, Philipp Kille, Frank Renz sowie Nick Krühl.
Die Freiwillige Feuerwehr bereitete die Hauptattraktionen beim Erlebnissamstag vor (von links): Robert Baldauf, Tim Jäger, Kommandant Helmut Richter, Philipp Kille, Frank Renz sowie Nick Krühl.

Das erzeugte Wasserstrudel und verwirbelte die Enten. Das THW und die technischen Betriebe bauten in der Schützenstraße eigens zwei Brücken über die Rennbahn.

Das Wettrennen um die schnellste Ente ist ein großer Spaß beim Erlebnissamstag der Aktionsgemeinschaft Radolfzell. Mehr als 2000 Besucher säumten die Ausscheidungskämpfe an der Rennstrecke.
Das Wettrennen um die schnellste Ente ist ein großer Spaß beim Erlebnissamstag der Aktionsgemeinschaft Radolfzell. Mehr als 2000 Besucher säumten die Ausscheidungskämpfe an der Rennstrecke.

Barbara Burchart war Citymanagerin der Stadt Radolfzell. Ihre Überlegung war dabei nach eigener Aussage: Was braucht die Stadt, um mehr Frequenz zu bekommen. Nun leitet sie die Arbeitsgruppe "Erlebnissamstag" der Aktionsgemeinschaft und legt den Fokus auf den Einzelhandel. Die Arbeitsgruppe versteht sich primär als Dienstleister für ihre Mitglieder. Sie bereitete in mehr als 400 Arbeitsstunden die Veranstaltung "Ente Ahoi" vor – mit dem Nebeneffekt eines großen Spaßes für Bewohner und Touristen. Auf den Nachmittag verteilt waren mehr als 2000 Schaulustige allein an der Rennbahn zu sehen.

Zuerst der Wettkampf, dann die Erfrischung. Familien hatten ihren Spaß auf dem Erlebnissamstag der Aktionsgemeinschaft.
Zuerst der Wettkampf, dann die Erfrischung. Familien hatten ihren Spaß auf dem Erlebnissamstag der Aktionsgemeinschaft.

Ente mit Unterschriften des FC Freiburg bringt 101 Euro

Finalisten des Entenrennens trafen sich auf dem Marktplatz, der von Oldtimern gesäumt war, die im Volksmund auch Enten genannt werden. Dort empfingen sie 20 Preise des Aktionskreises oder sie ersteigerten mit Besuchern handsignierte Enten. Allein die goldfarbene Ente vom FC Freiburg, auf der sämtliche Bundesligaspieler unterschrieben hatten, erbrachte 101 Euro. Insgesamt flossen 458 Euro aus der Versteigerung einem guten Zweck zu. Hinzu kamen 50 Cent pro Ente, die beim Rennen an den Start gingen.

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