Prince hat es vorgemacht

Ein chinesisches Sprichwort lautet: "Habe acht auf deinen Namen, denn er wird dir länger bleiben, als ein großer Goldschatz". Dass das gerade für Prominente nicht gilt, hat schon der 2016 verstorbene Sänger Prince bewiesen. Zwischen 1993 und 2000 legte er seinen Namen Prince, den er übrigens von Geburt an trug, ab und tauschte ihn gegen verschiedene unaussprechliche Symbole. Gerade in den Printmedien tat man sich etwas schwer mit den Symbolen, dass man ihn einfach als „The Artist Formerly Known As Prince“, auf deutsch: Der früher als Prince bekannte Künstler oder kurz TAFKAP bezeichnete. Ein anderer ist David Hasselhoff, der 2015 verkündete, seinen Nachnamen abzukürzen. Er wolle künftig nur noch David Hoff heißen. Dahinter versteckte sich allerdings nur eine ausgeklügelte Werbe-Strategie für seinen neuen Kinofilm.

Komplizierte Rapper-Namen

Es gibt auch kleinere, unauffälligere Namensänderungen. So verzichtete der US-Rapper Jay-Z irgendwann einmal auf den Bindestrich und heißt heute nur noch Jay Z. Das kann man sich noch ganz gut merken. Etwas komplizierter wird es bei dem anderen US-Rapper P. Diddy, der auch als Puff Daddy, Diddy oder Sean John Musik auf den Markt gebracht hatte. Eine Hochzeit oder Scheidung ist auch immer ein guter Anlass, seinen unlieb gewordenen Nachnamen loszuwerden. Werbe-Dummchen Verona Feldbusch wollte mit dem neuen Nachnamen Pooth auch ihr Image aufpolieren. Andersrum ging es bei Sylvie van der Vaart, die nach der unschönen Trennung lieber wieder Meis heißen wollte.

Wie soll die Wiese heißen?

Eine Namensänderung wünschen sich auch die Mitglieder des Yachtclubs für die benachbarte Wiese. Diese heißt im Volksmund und in den städtischen Unterlagen: Wiese am Yachthafen. Und am Yachthafen liegt auch der Yachtclub. Ist klar. Doch ist die Liegewiese zwischen Bootshaus und Yachtclub jetzt im Zentrum einer Diskussion. Laut sei es dort gewesen diesen Sommer. Und immer wieder sollen Unbekannte im Yachtclub eingebrochen sein oder etwas beschädigt haben. Der SÜDKURIER tut sich schwer über die Geschehnisse an dem Grillplatz zu berichten, ohne den Yachthafen oder das Bootshaus als geographische Einordnung mit zu benennen. Kurzum: Der Yachtclub möchte mit dem Grillplatz und der Wiese als öffentlicher Treffpunkt nicht mehr in Verbindung gebracht werden. Ein neuer Name muss also her.

Leser sollen Vorschläge machen

Doch wie könnte diese Wiese künftig heißen? Wiese-West, weil sie westlich des Bahnhofs liegt? Oder doch eher Wiese-Ost, weil sie östlich des Yachtclubs liegt? Man könnte die Wiese auch einem Ehrenbürger der Stadt Radolfzell widmen. Der Karl-Wolf-Grillplatz oder der Pfaff-Platz? Vielleicht fällt ja einem Leser etwas Kreatives und vor allem Praktikables ein, womit Wiese ohne Yachtclub eindeutig zuzuordnen sind. Vorschläge bitte an:

anna-maria.schneider@suedkurier.de