Der sportliche Erfolg fordert seinen gesellschaftlichen Tribut, wer zwei Mal Gold bei den Paralympics in Südkorea holt, der soll, will und muss in der Heimat richtig gefeiert werden. In Stahringen, dem Heimatdorf von Anna-Lena Forster, fängt das schon mit dem Ankommen an. Gestern Abend haben Elmar Birr und seine Helfer ein Willkommensplakat am Elternhaus von Anna-Lena Forster angebracht. Gestern wurden die Eltern zurück in Stahringen erwartet, auch sie waren bei der erfolgreichen Medaillenjagd ihrer Tochter in Pyeongchang dabei, heute ist die Ankunft von Anna-Lena Forster angekündigt.

Elma Birr hat als stellvertretender Ortsvorsteher von Stahringen die Organisation des offiziellen Empfangs im Dorf übernommen. Am Freitag, 23. März, sind Freunde und Bekannte ab 19 Uhr ins Rathaus Stahringen eingeladen, um mit der Goldmedaillen-Gewinnerin zu feiern und ihre Siegesfahrten noch einmal anzuschauen. "Wir hängen einen Beamer auf", verspricht. Der Stahringer Ortschaftsrat ist noch ganz beeindruckt von der Leistung Anna-Lena Forsters auf dem Monoski: "Klar, ist das Dorf stolz auf Anna-Lena", sagt Birr. Es sei faszinierend, wie sie das mit ihren 22 Jahren habe leisten können. Für Birr steht fest: "Wir freuen uns, am Freitag wird es eng in unserem Bürgersaal."

Etwas förmlicher wird es am Tag zuvor. Denn auch die Große Kreisstadt Radolfzell, zu der der Ortsteil Stahringen gehört, will der zweifachen Goldmedaillengewinnerin ihre Aufwartung machen und sie "gebührend empfangen", wie die Stadtverwaltung mitteilt. Alle Bürger seien herzlich am Donnerstag, 22. März, um 13.30 Uhr in den Bürgersaal des Rathauses – dieses Mal in Radolfzell – eingeladen. Dort wollen Oberbürgermeister Martin Staab und Axel Tabertshofer von der Interessensgemeinschaft Sport die Monoskifahrerin und ihre sportlichen Erfolge im feierlichen Rahmen würdigen. Und es winkt ein drittes goldenes Ereignis: Anna-Lena Forster soll sich in das Goldene Buch der Stadt Radolfzell eintragen.