Der jüngste Abendmarkt hieß besonders Kinder willkommen. 60 Preise verloste das Stadtmarketing in Kooperation mit dem Familienverband und dem SÜDKURIER Medienhaus an Teilnehmer der Aktion „Ein Herz für Kinder“. Mischter Toscana unterhielt die Jüngsten mit einer Zaubershow. Dutzende Kinder scharten sich um seine riesengroß produzierten Seifenblasen oder tollten ausgelassen auf dem Marktplatz. Die Gauckler Musikanten spielten auf. Der Markt belebte sich durch die Hitze erst spät.

Dabei gab es einiges zu erleben, zum Beispiel die Kunst von Gabriele Feldt. Sie nennt sich die Glücksreisfee, ein Name, den ihr unabhängig voneinander Kunden gegeben hatten. Reis zählt in China als Symbol für Glück. Im Abendland wird er Hochzeitspaaren zugeworfen. Auf dem Markt zeigte die Glücksreisfee ihre Kunstfertigkeit im Beschriften von Reiskörnern. Ein Jahr übte sie täglich die Kunst. Auf ein Korn passen Namen mit 15 Buchstaben.

Nadja Figlestahler und Leandra Balachandran gründeten in Radolfzell ein Startup-Unternehmen und boten auf dem Markt ihr pädagogisches Capimo-Konzept für Kursleiter an. In einer vorbereiteten Umgebung können sich Kinder frei entfalten. Pädagogen lösen Ängste und Missverständnisse in der Erziehung auf und erklären, weshalb Kinder Objekte auf den Boden werfen und Schränke umräumen.

Der Montessori-Verein baute einen von Kindern gut besuchten Barfußpark auf. Annika Bayha engagiert sich als Mutter für den Radolfzeller Verein. Im „Saftladen“ verkaufte sie alkoholfreie Cocktails und Limonade. Der Wagen des Rotary-Clubs gehört zum Alkohol-Präventionsprogramm b.free für Kinder und Jugendliche.

Christian Hofmann ist seit 15 Jahren bei Terres des Hommes aktiv. Beim Glücksrad beantworteten Kinder mit ihren Eltern Fragen über die Rechte von Kindern. Das Spiel klärte etwa darüber auf, dass in Deutschland nach wie vor die Herkunft die Bildungschancen bestimme. Kinder ließen bei Terres des Hommes kleine Schiffe in einer Wasserbahn über Kanäle und Schleusen tuckern.