Radolfzell Ehrenamtliche bei der Diakonie Radolfzell suchen Mitstreiter

120 Freiwillige sind in Radolfzell beim Diakonischen Werk in Sozialprojekten aktiv. Sie unterstützen junge Familien und Senioren. Das Team sucht noch Verstärkung.

Rund 120 ehrenamtliche Mitarbeiter sind im Diakonischen Werk in Radolfzell engagiert – viele davon im Mehrgenerationenhaus und im Weitertragen-Laden. Eine stolze Anzahl von hilfsbereiten Personen. Und obwohl viele Programme gut betreut sind, freuen sich die Projektbetreuer stets, wenn sie neue Freiwillige begrüßen dürfen. Denn wer sich ehrenamtlich engagiert, muss dies nicht zwangsläufig bis an sein Lebensende tun, auch wer nur für eine begrenzte Zeit mithilft, ist willkommen. In zwei Bereichen wäre die Diakonie im Besonderen für weitere ehrenamtliche Unterstützung dankbar: im Programm Wellcome, einer Hilfe für Familien im ersten Lebensjahr ihres Kindes und im sogenannten "Suppenglück", einem Mittagsangebot im Mehrgenerationenhaus (MGH).

Wird ein Kind geboren, ist die Freude oft riesig. Doch der Wochenbettstress manchmal leider auch: Schlafmangel, eifersüchtige Geschwister, ein weinendes Baby. Bis ein neuer Lebensrhythmus gefunden ist, sind viele Familien für Hilfe von Großeltern und Freunden dankbar. Wer in dieser turbulenten Zeit keine Unterstützung hat, kann sie von Wellcome bekommen. Wellcome ist ein bundesweites Programm für junge Familien. In Radolfzell ist es seit 2012 etabliert. Aktuell betreut die Koordinatorin Renate Gundelsweiler zehn Familienhelfer. Durchschnittlich 20 bis 30 Familien pro Jahr melden sich bei Wellcome in Radolfzell. Gundelsweiler vermittelt den Kontakt zwischen der Familie und den Mitarbeitern. Sind beide Seiten sich sympathisch, legen sie selbst fest, wie die Hilfe aussehen soll: Meist ein- bis zweimal in der Woche für zwei bis drei Stunden kann die Familie mit Entlastung rechnen.

Damit die Mutter einfach mal schlafen, zum Frisör gehen oder nötige Besorgungen allein unternehmen kann. Eine solche Betreuung kann wenige Wochen bis zu sechs Monate dauern. Vor allem ältere Personen schätzten es, jungen Familien beizustehen, erzählt Gundelsweiler. Doch generell könne jeder mitmachen. Eine berufliche Qualifikation benötige man für die Aufgabe nicht. Gefragt seien Verständnis, Hilfsbereitschaft und Geduld. Auch die Ehrenamtlichen empfinden ihren Einsatz oft als Bereicherung für ihr Leben. Heidi Preis-Winter sagt: "Wir sind mitten drin in den Familien, und es ist ein gutes Gefühl, helfen zu können".

Viel Zuspruch findet derzeit auch das Suppenglück im Mehrgenerationenhaus. Jeden Montag von 12 bis 13 Uhr wird aus viel frischem Gemüse eine Suppe zubereitet. Mit Brot und einem Getränk ist sie für drei Euro erhältlich (ermäßigt für 1,50 Euro). Die Ehrenamtlichen würden sich über weitere helfende Hände beim Zubereiten der Suppe und beim Service freuen. Wer sich in Familie und Küche nicht so wohl fühlt, sich aber ehrenamtlich betätigen möchte, auf den warten eine Reihe anderer Angebote im Mehrgenerationenhaus. Beispielsweise die von der Arbeiterwohlfahrt organisierten Seniorennachmittage im MGH am Dienstag- und Mittwochnachmittag.

Plattform für Ehrenämtler

  • Die Freiwilligenbörse Radeus ist eine vom Mehrgenerationenhaus (MGH) organisierte Online-Plattform, die Kontakte zwischen Organisationen, die ehrenamtliche Mitarbeiter suchen, und Personen, die sich gerne ehrenamtlich betätigen würden, herstellen kann. Auf der Internetseite kann man sich informieren, auf welchen Gebieten in Radolfzell ehrenamtliches Engagement gesucht wird und seinen Erfahrungsschatz darstellen. Wer ein Beratungsgespräch wünscht, kann sich im MGH melden. Kontakt unter www.radeus.de oder unter Telefon (0 77 32) 95 27 66.

  • Wellcome ist ebenfalls für neue Mitstreiter offen. Interessierte erhalten Informationen im MGH oder bei Renate Gundelsweiler unter Telefon (0172) 66 79 698

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