Es ist eine beachtliche Summe, die der Münsterbauverein im vergangenen Jahr zum Erhalt des Kirchenbaus einsammeln konnte. Mehr als 43 000 Euro seien 2018 als Spenden eingegangen, wie der Vorsitzende Helmut Villinger bei der Hauptversammlung bekannt gab. Damit sind seit der Gründung des Fördervereins rund 479 000 Euro zusammengekommen, womit Villinger auch gleich das Ziel für dieses Jahr formulierte: "Wir wollen die halbe Million knacken." Das sind zwar hohe Beträge, die aber für die dringende Reparatur von Schäden im Dachstuhl des Münsters und die aufwendige Reinigung der Innenräume von Schmutz und Rußpartikeln benötigt werden. Zusammen mit der neuen Beleuchtung und den Feinarbeiten dürfte die Sanierung nach Schätzungen bis zu vier Millionen Euro kosten.

Münster aus der Vogelperspektive

In seiner neuen Funktion als Kuratoriumsvorsitzender des Münsterbauvereins bot Pfarrer Heinz Vogel zum Einstand einige persönliche Einblicke in das Innenleben des Münsters. In einem kleinen Foto-Vortrag zeigte der Hausherr seine Kirche nicht nur als Raum des Gebets, sondern auch als Aufbewahrungsstätte und Arbeitsort. "Uns ist ein Raum anvertraut, bei dem man sich fragt, ob die Menschen in Zukunft damit noch etwas anfangen können", sagte er. Die Bedeutung des Münsters den nachfolgenden Generationen zu vermitteln, sei daher eine wichtige Aufgabe für den Verein. "Kirchen wurden schließlich nicht einfach irgendwo gebaut, sondern an Orten mit herausgehobener Bedeutung für die Gemeinschaft", so Vogel.

Münsterbrot und Turmbesteigungen

Den Erhalt des Münsters hat sich der Förderverein auf die Fahne geschrieben und sammelt dafür Spenden. Dazu kommen Einnahmen etwa aus dem Verkauf des Münsterbrots bei der Bäckerei Engelhardt oder durch die öffentlichen Turmbesteigungen. Diese, so wurde bei der Mitgliederversammlung angeregt, könnten beispielsweise für Kurgäste noch ausgeweitet werden. An den sechs Tagen, an denen der Glockenturm zur Besteigung offen war, wagten immerhin 1380 Besucher den Aufstieg.