Bange Blicke zum Himmel. Doch unbeeindruckt von den dicken Wolken pellen Musikerfrauen am Morgen auf dem Dorfplatz mit Eifer Unmengen von „Herdöpfeln“ für den Kartoffelsalat, während die Männer das vereinseigene Zelt aufstellen. „80 Kilo – wie immer“, triumphiert Renate Lingg. Sie weiß, dass auf die Böhringer als treue Besucher des Musikvereins einfach Verlass ist.

„Manche kommen dreimal ans Fest – zur Eröffnung am Abend, tags darauf zum Frühschoppen und Mittagessen und abends dann noch zum Ausklang“, sagt der Vorsitzende Helmut Arndt. „Trotzdem hat uns der gute Besuch überrascht. Wir sind vom Essen her restlos ausverkauft!“, erklärt er drei Stunden vor Ende der Veranstaltung.

Brasserz ziehen viele junge Leute an

Den musikalischen Auftakt mit Unterhaltungsmusik von Polka über Märsche bis Pop machte der Musikverein Weiterdingen. Im Laufe des Abends, mit dem Auftritt der Brasserz, verjüngte sich das Publikum. Von Auftritt zu Auftritt vergrößert sich die Fangemeinde dieser vereinseigenen jungen Formation, die mit moderner Brassmusik und einem Repertoire von Polkas und Märschen über Rock bis hin zur Hip-Hop-Musik begeistert. „Die Stimmung war perfekt!“, so das Resümee des Musikvereins.

Festerlöse für den Verein finanziell eminent wichtig

Am nächsten Tag sorgten der Musikverein Bodman und der Musikverein Worblingen sowie Jugendkapelle, Seniorenkapelle und die Aktiven des Böhringer Musikvereins für schönste Feierlaune. Am Ende war große Erleichterung zu spüren, dass das Fest wieder gelungen ist.

In seinen Dankesworten an das Publikum machte Helmut Arndt deutlich, dass durch die Bewirtung am Hausherrenfest und das Dorfplatzfest hinter den Mitgliedern nun sieben große Arbeitseinsätze in neun Tagen liegen. Beide Feste sind für den Verein unverzichtbar, um Dirigentenhonorare, Unterhalt und Neuanschaffung von Instrumenten und das Finanzieren von Uniformen zu stemmen. „Für die Motivation ist es unglaublich wichtig, dass das Fest läuft und sich der Aufwand lohnt“, so der Vorsitzende zufrieden.