Der Vater des Boulodroms im Böhringer Industriegebiet, Ekkehard Baur, zeiht sich aus dem Vorstand des Deutsch-Französischen Clubs (DFC) zurück. Er wolle das Feld möglichst für einen jüngeren Nachfolger räumen, sagt Baur. Bei der Generalversammlung des DFC ehrte der Verein ihn nun für sein langjähriges Engagement. Präsident Rainer Denfeld überreichte Baur dabei einen Zinnteller. Baur ist mit seiner Frau Bridget seit 25 Jahren Clubmitglied, war davon 15 Jahre im Vorstand tätig und nahm zwölf Jahre lang das Amt des Vizepräsidenten wahr. Sein erfolgreichstes Betätigungsfeld war die Schaffung der heutigen DFC-Bouleanlage im Böhringer Industriegebiet, auf der die Clubmitglieder seit rund zehn Jahren das Pétanque, die provenzalische Variante des Boule, mit großer Leidenschaft pflegen.

Der Durchbruch dieser Sportart kam in Radolfzell erst, als Ekkehard Baur von seinem Arbeitgeber die Möglichkeit erhielt, auf einer ungenutzten Industriebrache einige Boulebahnen einzurichten, auf denen Pétanque gespielt werden konnte. Auch DFC-Mitglieder waren bereits vor mehr als 30 Jahren davon fasziniert. Inzwischen ist die Zahl der Boulespieler im Club auf fast 40 Personen angewachsen. Pétanque ist in der Partnerstadt Istres die beliebteste Sportart. Das Spiel mit den silbernen Metallkugeln und dem kleinen Cochonnet (Schweinchen) hat sich vor allem bei den Provenzalen zum Nationalsport entwickelt.

Eine ganze Reihe von Aktiven engagierte sich schon bald in der Pflege des DFC-Boulegeländes und richtete einen alten Schuppen her, der als Unterstand und Lager genutzt werden konnte. In den wärmeren Monaten trifft man sich freitags ab 17.30 Uhr und in der Winterzeit sonntags ab 11 Uhr zum Boulespiel. Die Spieler genießen auch das anschließende gemütliche Beisammensein beim typisch französischen Savoir vivre mit kleinen mitgebrachten Speisen und einem Glas Rosé oder auch einem Glas Pastis. Ekki Baur sicherte zu, auch in Zukunft für die Betreuung des Bouleplatzes verantwortlich sein zu wollen.