Wie die Schiesser-Gruppe in einer Presseerklärung mitteilt, habe sie vor dem Hintergrund der immensen Nachfrage und der Auslastung der Produktionskapazitäten zum Erhalt der betreffenden Arbeitsplätze mit Nachdruck die Umsetzung der Herstellung von Schutzmasken und Schutzbekleidung in den eigenen Produktionsbetrieben geprüft. „Einer unserer reinen Nähbetriebe in der Slowakei ist bereits durch einen Staatsauftrag zur Produktion von Schutzmasken ausgelastet“, heißt es in der Pressemitteilung der Schiesser AG.

Schnelles und flexibles Handeln sei in der Corona-Krise gefragt, so die Schiesser-Pressestelle in Radolfzell. Wörtlich heißt es dann: „Allerdings ist es in der aktuellen Situation umso wichtiger, nicht in einen uneffektiven Aktionismus zu verfallen, sondern umso mehr mit den noch verbleibenden eingeschränkten Kapazitäten sorgsam umzugehen.“ Die Produktionskapazitäten in den eigenen Standorten der Schiesser-Gruppe seien bis zum jetzigen Zeitpunkt noch mit der Konfektion der laufenden Aufträge ausgelastet. „Nach eingehender Überprüfung unserer Möglichkeiten hinsichtlich der Herstellung von Schutzartikeln haben wir entschieden, die nun freiwerdenden Näh- und Produktionskapazitäten, interessierten Drittfirmen zur Verfügung zu stellen“, so der Textilhersteller mit Hauptsitz in Radolfzell.

Dieses Angebot richte sich an Unternehmen, die aus der fachspezifischen Branche kämen, über das erforderliche Wissen verfügten und die entsprechend hohen Normen erfüllten. „Der prekäre Engpass an medizinisch relevanten Artikeln einerseits und andererseits das mengenmäßig doch sehr große Angebot an Produkten, die mittlerweile in beinahe jedem textilen Betrieb genäht werden, unterstützt unsere Entscheidung auf den gehobenen Bedarf zu fokussieren“, will Schiesser sich von anderen Herstellern abgrenzen.