Trotz stürmischer Winde und dunkler Wolken am Himmel: Der erste Versuch eines ökumenischen Sommerfestes in Radolfzell ist gelungen. Die Zuversicht des Projektes schien sich auf den ganzen Abend übertragen zu haben. Rund 200 Besucher kamen zu dem Fest unter dem Motto „Die Schöpfung bewahren“ am Konzertsegel.

Veranstaltet wurde der Abend von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), in der sich die meisten christlichen Gemeinden in Radolfzell zusammengeschlossen haben. Die ACK ist vielen durch den Friedensweg im November bekannt. Nach den Worten ihrer Vorsitzenden Heidi Hausmann war es der Arbeitsgemeinschaft wichtig, die Menschen beim Sommerfest zum Gespräch zusammenzubringen.

Feuerjonglage und Gospelkonzert

Der Abend begann mit einer fulminanten Darbietung, einer Feuerjonglage, die von drei jugendlichen Artisten des Circus Moosimo, Lynn Appel, Paul Koch und Louis Glaser, präsentiert wurde – ein Feuer, das auf den Abend übersprang. Beim Konzert der Böhringer Lakeside Gospel Singers fühlten sich die Besucher durch die beschwingten Songs angesprochen und wurden bei Klassikern wie „Heaven is a wonderful place“ auch zum Mitsingen animiert.

Gedanken und Anstöße zur Bewahrung der Schöpfung gab es im thematischen Teil durch vier großformatige Fotos, passende Psalmentexte, die von ACK-Mitgliedern vorgelesen wurden und Impulse durch Pastor Volker Seybold von der evangelisch-methodistischen Kirche.

Nachdenken über die Schöpfung

In seiner Ansprache betonte der katholische Stadtpfarrer Heinz Vogel, wie durch die Friday-for-future-Bewegung auch bei ihm das Nachdenken über die Verantwortung, die wir für unsere Schöpfung tragen, neu geweckt wurde. Man müsse die Zeichen der Zeit erkennen und aus der Erkenntnis heraus, dass das Leben ein Geschenk sei, handeln. Darüber und über die Ökumene konnten sich die Besucher dann beim anschließenden Grillen austauschen.