Radolfzell Buchstäblich innovativ

Die Lesebucht ist eröffnet. Das Geschäft in der Höllturmpassage soll sich zu einem kommunikativ-kulturellen Treffpunkt entwickeln

Esther Stimm (Zweite von links) und Gisela Günther sorgen mit ihrer Lesebucht für einen Magneten in der Höllturmpassage. Jens Heinert (rechts) von der Sparkasse Singen-Radolfzell und Oberbürgermeister Jörg Schmidt gratulieren mit einem Scheck für das preisgekrönte Geschäftskonzept.
Esther Stimm (Zweite von links) und Gisela Günther sorgen mit ihrer Lesebucht für einen Magneten in der Höllturmpassage. Jens Heinert (rechts) von der Sparkasse Singen-Radolfzell und Oberbürgermeister Jörg Schmidt gratulieren mit einem Scheck für das preisgekrönte Geschäftskonzept. | Bild: Bild: Torsten Lucht

Radolfzell (tol) So wie bei der Eröffnung darf das Geschäft gern immer funktionieren. Die Lesebucht im oberen Stock der Höllturmpassage lockte am Freitagabend viele Besucher an, bei Musik und Häppchen kamen sie schnell ins Gespräch. Der Ort soll sich zu einem kulturell-kommunikativen Treffpunkt entwickeln, die Räumlichkeiten mit überdachter Terrasse sind zu diesem Zweck in einem Ambiente aus Bücherei, Kulturkneipe und Wohnzimmer gestaltet.

Für Geschäftsführerin Esther Stimm und ihre Mitarbeiterin Gisela Günther gab es bereits im Vorfeld viel Anerkennung. Sie nahmen mit dem Konzept ihrer Lesebucht am Business-Wettbewerb der städtischen Wirtschaftsförderung unter Leitung von Daniel Seefelder teil und überzeugten die Jury. Den Preis überreichten Oberbürgermeister Jörg Schmidt und Sparkassen-Vorstand Jens Heinert, wobei der Zuschuss von 4000 Euro nur ein Teil der Starthilfe ist. Die beiden Frauen werden zudem beraten, außerdem stellt der Erfolg beim Business-Wettbewerb einen wichtigen Motivationsschub dar.

Ganz neu freilich ist die Selbstständigkeit für die beiden Frauen nicht. Sie haben schon bislang einen online-Buchshop organisiert, wollen diesen jetzt aber mit der Verlagerung vom Radolfzeller Innovationszentrum (RIZ) in die Höllturmpassage mit einem gastronomischen und kulturell-kommunikativen Angebot verbinden. Ab Mai sind Lesungen geplant, schon im April gibt es erste Kleinkunst-Veranstaltungen. Das Konzept sieht auch Betreuungsangebote für Kinder vor.

Als Lockmittel bei der Entwicklung eines kommunikativ-kulturellen Treffpunkts wird das Buch eingesetzt, wobei Esther Stimm und Gisela Günther den Bestand nicht mehr benötigter Exemplare – etwa aus Nachlässen – als Marktnische nutzen wollen. Die Wahl des Standorts ist vielversprechend. In der Höllturmpassage siedeln sich aufgrund einer neuen Vermietungsstrategie zurzeit neue Geschäfte an, im oberen Stock sorgt allein die Postfiliale für eine deutlich erhöhte Besucherfrequenz.

Öffnungszeiten: Mo. bis Do.: 9 – 18 Uhr; Fr. und Sa.: 9 bis 3 Uhr; So.: 9 bis 20 Uhr

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