Auf den Bodensee-Megathlon passt das Wort Großereignis: Am Sonntag, 23. Juli, traten knapp 1800 Sportler dabei in den Wettstreit. Mit der 13. Ausführung der Veranstaltung können die Organisatoren mittlerweile auf viel Erfahrung zurückgreifen. Entsprechend professionell läuft die Abwicklung des Sportereignisses ab. Elektronische Zeitmessung, eine gute Versorgung der Sportler am Wettkampftag und ein Unterhaltungsprogramm im Umfeld gehören längst dazu.

Als Lothar Weisser vor 13 Jahren den ersten Bodensee Megathlon auf der Höri organisierte, stand für ihn der Breitensport im Mittelpunkt. Das hatte auch den damaligen Hauptsponsor von der Sparkasse Hegau-Bodensee, der die Veranstaltung bis heute unterstützt, dazu bewogen, sich zu engagieren. Vor allem die ganz normalen Menschen, die mehr oder weniger Sport in ihrer Freizeit betreiben, sollten vom Megathlon angesprochen werden. Im Wesentlichen ist das bis heute so geblieben, wenngleich die Akteure feststellen, dass sich mit der zunehmenden Professionalisierung geradezu zwei Lager gebildet haben: „Vor Jahren waren hier noch mehr Freizeit- und Hobbysportler dabei. Nun kann man schon allein an den hochwertigen Sportgeräten sehen, dass hier zunehmend ambitionierte Sportler an den Start gehen“, sagt zum Beispiel Rüdiger Singer.

Das bestätigen auch die Zeiten, die am Sonntag die schnellsten Sportler in den Disziplinen Schwimmen, Rennradfahren, Inlinen, Mountainbiken und Laufen benötigt haben. Nach etwas mehr als 19 Minuten kehrte bereits der erste Schwimmer aus dem Team „Happy Fit Singen“ ans Ufer im Herzenbad zurück. Andere benötigten für die 1,5 Kilometer lange Schwimmstrecke mehr als 50 Minuten. Bereits nach der zweiten Disziplin lag das Team mit über vier Minuten Vorsprung vor den Seriensiegern der vergangenen Jahre, den Black Forrest Youngsters, in Führung. Vor allem diese Mischung aus wirklich beindruckenden sportlichen Leistungen und der Koexistenz des Breitensports macht den Bodensee-Megathlon nach wie vor aus, wie Jens Heinert, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hegau-Bodensee und Inliner der ersten Stunde beim Megathlon, befindet: „Wir achten darauf, dass die Mischung auch in Zukunft passt. Niemand möchte hier eine reine Sportveranstaltung, zu der nur 300 Starter antreten. So etwas findet man überall. Der Reiz besteht darin, dass beide Gruppen hier antreten und alle Spaß haben“, sagt er.

Dass das der Fall ist, bestätigt unter anderem Manfred Gaiser. Er musste in diesem Jahr zwar wegen einer Verletzung pausieren, aber er tritt seit Jahren mit seinen Arbeitskollegen von Aptar begeistert beim Megathlon an, wie er sagt: „Wir freuen uns immer riesig auf den Megathlon. Und bei der Weihnachtsfeier werden die besten Teams noch einmal geehrt“, berichtet er. Für Holger Laufer, der für das SÜDKURIER-Leserteam als Läufer an den Start gegangen ist, ist die Mischung von klassischen Breitensportlern und ambitionierten Sportlern beim Megathlon hingegen nicht ganz einfach.

Gleichwohl nimmt er seit Jahren gerne am Megathlon teil und hat auch dieses Jahr mit seiner Mannschaft ein schönes Gemeinschaftserlebnis gehabt, wie er berichtet.

Der Anlass

Der Bodensee-Megathlon fand in diesem Jahr zum 13. Mal statt. Das größte Sportereignis der Stadt Radolfzell wird seit Jahren von der Sauser Event GmbH mit Sitz in Villingen-Schwenningen organisiert. Am Sonntag gingen etwa 1800 Sportler als Teams, in Paaren oder als Einzelstarter ins Rennen. Am Vorabend des Wettkampfes fand diesmal eine Party mit DJs statt. (ja)