Die erste Sport- und Kulturnacht in Güttingen war ein Experiment, das als gelungen gelten darf. Dabei, so schilderte es Oberturnwart Konrad Wiggenhauser vom Turnverein Güttingen, sei die Idee eher zufällig entstanden.

„Da kamen dann mehrere Umstände zusammen, sodass wir letztlich gedacht haben, das fassen wir alles zusammen und bieten den Güttingern ein besonders vielfältiges Angebot an völlig unterschiedlicher Unterhaltung.“

Fotos von Wolfgang Lipinski

Mit Spannung war ein Bilderbogen von Wolfgang Lipinski erwartet worden. Das Besondere an den Fotos war: sie zeigten nur Menschen aus Güttingen, und das auf professionellem Niveau. Norbert Ruf, der auf einem Bild zusammen mit seiner Frau Doris abgebildet ist, schilderte: „Dieses Fotoshooting hat mit allen Vorbereitungen rund zwei Stunden gebraucht.“ Zeit, die sich die beiden gerne genommen haben.

Spannend war auch zu sehen, wie die Bilder entstanden sind. Auch das hat Lipinski fotografiert. Das bekannte Foto von Arbeitern, die hoch über New York ihre Mittagspause machen, hatte Lipinski mit Frauen nachgestellt und als Hintergrund seine Lieblingsansicht auf Güttingen eingearbeitet. Ein Aufwand, der bei den Besuchern für Gesprächsstoff sorgte.

Musikverein swingt

Neue Wege der Unterhaltung auch beim Musikverein: Wie Michael „Fisch“ Maisch schilderte, war der MV Güttingen auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal unter den Musikvereinen der Umgebung. „Da haben wir an bekannte Unterhaltungsmusik gedacht und die etwas anders arrangiert,“ sagte er. Swingend im Stil großer Big Bands begeisterte der MV die Besucher.

Natürlich durfte der Turnverein nicht fehlen. Trotz der kleinen Bühne in der Alten Halle beeindruckten die Turner mit ihren Vorführungen zu gut abgestimmter Musik. Konrad Wiggenhauser war mit dem Verlauf des Abends zufrieden. „Es wäre sehr schön, wenn dies kein einmaliges Ereignis bliebe.“