Als der Ruhestandsgeistliche Pfarrer Karl Hermanns mit vielen Gästen am 16. Juni sein 60. Priesterjubiläum in der Pfarrkirche St. Georg in Liggeringen feierte, verzichtete er auf Geschenke und bat um Spenden für den Bau eines barrierefreien Zugangs zur Liggeringer Kirche. Doch ganz geschenklos ging der Tag seinerzeit nicht über die Bühne. Ortschaftsrat und Revierförster Gerhard Heizmann hatten die Idee, dem langjährigen Ortsgeistlichen der katholischen Kirchengemeinde St. Michael Aichhalden einen Ausflug in seine alte Heimat zu spendieren.

Der Reisegutschein in die schwäbische Heimat wurde nun in Begleitung von Ortsvorsteher Leiz und den Ortschaftsräten Gerhard Heizmann und Hiltrud Mosandl eingelöst, schreibt Hermann Leiz in einer Mitteilung. Gerhard Heizmann stammt aus dem Aichhaldener Teilort Rötenberg, der zur Pfarrei von Pfarrer Hermanns gehörte, und beide kennen sich daher schon seit vielen Jahren.

Bürgermeister Ekhard Sekinger von der 4000-Seelen-Gesamtgemeinde Aichhalden begleitete die Reisegruppe um Pfarrer Hermanns durch die Gemeinde im mittleren Schwarzwald und erzählte viel Wissenswertes zur Struktur der Gemeinde über den Tälern von Schiltach und Kinzig. Bei einer Wanderung lud Bürgermeister Ekhard Sekinger die Gäste vom Bodensee an einer sogenannten „mansio“ , einer ehemaligen Straßenstation der Römer, zu einem Umtrunk ein. Streckenweise führte die Wanderung auch entlang der ehemaligen Grenze zwischen Württemberg und Baden. In betont witziger Manier wurden die früheren Rivalitäten zwischen Badenern und den Württembergern ausgetauscht, wobei sich Hermann Leiz immer wieder demonstrativ von der Wandergruppe auf die badische Seite der Grenze absetzte.

In Aichhalden angekommen, wurden bei Kaffee und Kuchen viele Erinnerungen zwischen den Mitgliedern der Pfarrgemeinde von Aichhalden und dem ehemaligen Ortsgeistlichen ausgetauscht. Die anschließende Kirchenführung übernahm der betagte Geistliche, der seit Jahren in Möggingen lebt und in Liggeringen immer noch die Messe mitgestaltet, selbst.