Seine letzte Sitzung leitete er so, wie man es seit 25 Jahren von ihm kannte: sachkundig, zielführend, gelassen und mit Humor. Paul Engst hatte im Jahr 1994 das Amt des Ortsvorstehers in Hoppetenzell übernommen, nachdem er zuvor schon fünf Jahre im Ortschaftsrat tätig gewesen war. In diesem Jahr kandidierte er nicht mehr und erklärte seinen Rückzug aus der Kommunalpolitik.

Gemeinderat wählt am 24. Juli

In der konstituierenden Sitzung des Gremiums vor zahlreichen Zuhörern sprach sich der Rat für Jürgen Wegmann als neuen Ortsvorsteher und für Tobias Scheppe als seinen Stellvertreter aus. In seiner Sitzung am Mittwoch, 24. Juli wird der Gemeinderat die Ortsvorsteher der Stadtteile auf Vorschlag der Ortschaftsräte wählen.

Mit einer öffentlichen Feierstunde am Freitag, 26. Juli in der Johanniterhalle will man sich bei Paul Engst für „sein großes Engagement und seinen vorbildlichen Einsatz für Hoppetenzell“ bedanken.

Dank für Fleiss und Gewissenhaftigkeit

Es sei eine „lobenswerte Eigenschaft der Demokratie, dass Ämter nur auf Zeit vergeben werden“, zitierte Paul Engst zur Eröffnung der Sitzung. In seinem kurzen Rückblick auf die Arbeit im Ortschaftsrat dankte er den Räten für ihren Fleiß und ihre Gewissenhaftigkeit, mit der sie das Amt ausgeübt hatten.

Aus seiner 25-jährige Amtszeit als Ortsvorsteher seien im besonders der „Kampf um den Erhalt des Kindergartens“, die Erschließung des Baugebiets Eichhalde, die Sanierung des Rathauses zum Dorfgemeinschaftshaus sowie der Einsatz für ein „schnelles Internet“ in Erinnerung. Für das schnelle Internet werden zur Zeit in Hoppetenzell Glasfaserkabel gelegt; die Anbindung kommt vom Mühlinger Ortsteil Beerenberg.

Blumen und Wein zum Abschied

Mit einem Blumenstrauß für Angelika Wahl und einem Wein für Andreas Elsner sowie jeweils mit dem gerahmten Ortswappen verabschiedete Engst die ausscheidenden Räte. Wahl und Maier waren zehn Jahre im Rat, Elsner fünf.

Im Anschluss verpflichtete Engst die neuen Mitglieder: Sie hätten ihre ehrenamtliche Tätigkeit uneigennützig wahrzunehmen und Stillschweigen zu wahren. Eine mögliche Befangenheit hätten sie anzuzeigen. Nach dem Spruch der Verpflichtungsformel wurden Tobias Scheppe, Torsten Grömminger, Jürgen Wegmann, Stephan Borst, Ralf Zanner und Bernd Kleinert mit Handschlag verpflichtet.

Diskussion war immer fair und offen

Während Wegmann und Scheppe schon fünf Jahre Ratsarbeit hinter sich haben, sind Grömminger, Borst und Kleinert neu dabei. Zanner war schon früher einmal im Ortschaftsrat. Jürgen Wegmann dankte am Ende der Sitzung den ausscheidenden Räten: „Wir haben es mit schwierigen Entscheidungen zu tun gehabt, doch die Diskussion war immer fair und offen.“ Für seine zukünftige Arbeit als Ortsvorsteher wünsche er sich ein gutes Händchen.