Auf der Mettnau ist nun der Spatenstich zum neuen Wohnmobilstellplatz zelebriert worden. Während bereits eine Raupe die rund 3500 Quadratmeter große Fläche entlang der Strandbadstraße vom Mutterboden befreite, erklärte Oberbürgermeister Martin Staab die Notwendigkeit für die Maßnahme.

Nachdem der bisherige Stellplatz am Kunstrasenplatz von den Nutzern in der Vergangenheit viel Kritik hatte erfahren müssen, hat der Gemeinderat beschlossen, eine bessere Alternative zu schaffen.

Am alten Platz gab es viel Kritik

Die liegt gerade einmal einen Steinwurf davon entfernt und soll das Campieren mit Wohnmobilen in Radolfzell auf ein neues Level bringen: "Einen Platz in dieser Qualität gibt es in der ganzen Region nicht", befand Nina Hanstein von der Tourismus- und Stadtmarketing GmbH. Daher glaubt die Touristikerin auch, dass man sich von der Konkurrenz "abheben kann".

Gründe für diese Hoffnung sind nicht nur die Schaffung der 30 Plätze für Wohnmobile, sondern auch die Ausstattung. So wird es in einem Sanitärgebäude unter anderem Duschen und eine behindertengerechte Toilette geben. Diese sanitären Anlagen dürfen auch von anderen Gästen der Mettnau genutzt werden.

Auch kostenfreies W-LAN gehört dazu

"Damit haben wir für alle Besucher einen Mehrwert", meinte Hanstein. Die Wohnmobilisten werden Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten vorfinden und sich auf dem Gelände über kostenloses W-LAN freuen können.

Im Zusammenhang mit der stadt- und seenahen Lage sehen viele großes Potenzial für den Platz. Mit den geplanten Gebühren von 15 Euro pro Tag und Stellplatz werden die geplanten Kosten von 900 000 Euro innerhalb von 20 Jahren wieder refinanziert, rechnete der OB vor. Die maximale Stehzeit beträgt drei Tage. 

Zurzeit geht der planende Ingenieur Burkhard Raff zudem davon aus, dass man rund 100 000 Euro der geplanten Kosten einsparen wird. Der Wohnmobilstellplatz und die 15 neuen Parkplätze für das Mettau-Stadion sollen am 3. Juli im Beisein des Tourismusministers Guido Wolf feierlich eröffnet werden.